Transit

Transit
Fall des Eisernen Vorhangs, beschleunigte Globalisierung, Erweiterung der Union – all dies hat Europa tiefgreifend verändert. Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 setzte sich die Zeitschrift Transit – Europäische Revue, herausgegeben am Institut für die Wissenschaften vom Menschen, mit den neuen Herausforderungen für den alten Kontinent auseinander. Sie hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Ungleichzeitigkeiten, die Unterschiede in den Erfahrungen, Sichtweisen und Werten produktiv machen, welche die lange Teilung Europas hervorgebracht haben. In diesem Sinne etablierte sich Transit  in den 27 Jahren seines Bestehens als ein Ort zur Selbstverständigung der Europäer nach der Wiederentdeckung ihrer gemeinsamen Geschichte und Zukunft. Transit erschien bis zum Jahr 2017 zwei Mal jährlich im Verlag Neue Kritik in Frankfurt am Main (Impressum). Alle Hefte (1-50) können als PDF oder Ebook erworben werden. Viele Nummern können noch direkt beim Verlag bestellt werden. Lesen Sie auch die ergänzenden Beiträgen auf Transit Online!

Heft 50: Ein Zeitalter wird besichtigt. 1989 revisited

Die erste Ausgabe von Transit erschien kurz nach 1989, in einem historischen Moment, der das Ende des Kalten Krieges markierte, Europa wiedervereinigte und für seinen östlichen Teil eine Wende zu Demokratie und Marktwirtschaft versprach. Seitdem hat Transit die Transformationsprozesse, die ganz Europa erfassten, kritisch begleitet. Die neue Weltordnung, die sich mit der Wende herausbildete, scheint sich heute aufzulösen – eine Epoche geht zu Ende. Transit, ein Kind und Spiegel dieser Epoche, hat seine langjährigen AutorInnen anlässlich des fünfzigsten (und letzten) Heftes eingeladen zurückzublicken: Was waren ihre Visionen, Hoffnungen und Zweifel? Was ist falsch gelaufen? Und: Was tun?
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Heft 49: Grenzen der Toleranz / Charles Taylors Landkarte

Anlässlich seines 85. Geburtstags präsentiert das Heft eine Topographie des Oeuvres von Charles Taylor in Gestalt von Gastbeiträgen, in denen seine Wegbegleiter das philosophische Werk und bürgerschaftliche Engagement des großen Denkers würdigen.
Eingeleitet von einem Plädoyer für die Dezentrierung Europas erkundet ein weiterer Schwerpunkt die Grenzen der Toleranz angesichts der Begegnung – oder Kollision – verschiedener Kulturen.
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Heft 48: Rückkehr der illiberalen Demokratie?

Mit dem Ende des Kalten Krieges 1989 schien sich die Demokratie als alternativlose Herrschaftsform global durchgesetzt zu haben. Doch bald schon zeichnete sich überall auf der Welt der Aufstieg „illiberaler“, oder besser: defekter Demokratien ab. Er geht einher mit dem Phänomen des Populismus. Populisten verneinen den Pluralismus – ein weiteres wesentliches Element der Demokratie – und spalten die Gesellschaft.
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Heft 47: Russland / Nacheuropa / Religion

Unter anderem in diesem Heft:

Karl Schlögel nimmt uns auf einen Parcours durch die Museumslandschaften Russlands nach dem Ende der Sowjetunion mit. Werden die russischen Museen künftig abermals einem von oben diktierten Narrativ zu dienen haben?

„Der Fall Europas ist das größte Ereignis in der Weltgeschichte“, schrieb der tschechische Philosoph Jan Patočka. Ludger Hagedorn führt in Patočkas Reflexionen über die Idee Europas nach seinem Ende ein.

Die Beiträge in dem von Kristina Stoeckl herausgegebenen Schwerpunkt über das orthodoxe Christentum korrigieren die verbreitete Auffassung, es sei ein monolithischer Block, der sich der westlichen Moderne verschließe, und geben einen tiefen Einblick in die inneren Spannungen und Entwicklungen der orthodoxen Kirchen von heute.

Im Gespräch über ihr Werk Die Bücher Jakob verrät Olga Tokarczuk, dass es „ein Stachel sein [soll], der den aufgeblasenen Mythos […] von der polnischen katholischen Identität zerplatzen lässt«.

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Heft 46: Krise Kritik Kapitalismus

Versuche einer kritischen Reflexion der Krise unserer Zeit. Programmatisch der Beitrag von Nancy Fraser. Es fehle uns, schreibt sie, ein Modell des Kapitalismus und seiner Krise, das unserer Zeit angemessen wäre, und sucht nach den verborgenen, nichtökonomischen Voraussetzungen des Kapitalismus.

Wie sind die epidemische Verbreitung und verwirrende Vielfalt der heutigen Protestbewegungen zu verstehen, und wie ihr notorisches Scheitern? »Sind das antiinstitutionelle Ethos der Proteste und das antipolitische Wesen ihrer Politik nun eine Stärke oder eine Schwäche? Waren die Proteste erfolgreich oder sind sie gescheitert?“

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Heft 45: Maidan – Die unerwartete Revolution

Transit 45
Der Maidan markiert die späte Geburt einer Nation. Im Moment der tiefsten Krise der Europäischen Union wurden wir hier, im Westen, Zeugen einer Bewegung an der Peripherie, die Werte einfordert, die wir selbst mehr und mehr aus den Augen verlieren.
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Heft 44: Zukunft der Demokratie

Während sich in den letzten drei Jahrzehnten im Rest der Welt mehr Menschen als je zuvor an demokratischen Wahlen beteiligten, hat in vielen europäischen Ländern die Mehrheit der Bevölkerung den Glauben daran verloren, mit ihrer Stimme etwas bewirken zu können. Hier sinkt die Wahlbeteiligung seit langem, vor allem bei den Unterschichten – eine Entwicklung, die den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet. Die Beiträge in diesem Heft beschäftigen sich mit der gegenwärtigen Malaise der Demokratie, sie versuchen, Diagnosen zu stellen und machen Therapievorschläge.
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Heft 43: Demokratie und Krise / Balkan

Transit 43
Die Europäische Union ist so wenig vor einem Zerfall gefeit wie die großen Imperien der Vergangenheit.

Das Bild des Balkans als rückständige Peripherie des „Westens“ ist längst obsolet.

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Heft 42: Russland: Rückkehr der Politik?

Die Frage, ob ein Machtwechsel ohne Blutvergießen möglich ist, hat in Russland Tradition. Sie steht heute wieder auf der Tagesordnung.
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Heft 41: Kunst / Gesellschaft / Politik

Über Geschichte und Transformationen der Verhältnisse von Kunst, insbesondere engagierter Kuns, und Gesellschaft.

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Heft 40: Zeitalter der Ungewissheit

Timothy Snyder über Tony Judt in memoriam.

Das Versagen der Märkte und die wachsende Ungleichheit stellen eine Herausforderung für Demokratie und Sozialstaat dar, die sich vielleicht am deutlichsten im gegenwärtigen Aufstieg des Populismus auf beiden Seiten des Atlantiks zeigt.

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Heft 39: Den Säkularismus neu denken

Säkularisierung wurde lange als Fortschritt wahrgenommen, der die Religion nach und nach durch Vernunft ersetzt. Doch ist der Säkularismus nicht selbst zu einem quasi-religiösem Dogma geworden?
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Heft 38: Geteilte Geschichte / Zwanzig Jahre 1989

Die Teilung Europas liegt nun 20 Jahre zurück. Doch die Geschichte teilt die Europäer nach wie vor.

Die mittel- und osteuropäischen Wohlfahrtsstaaten haben noch einen weiten Weg, bevor sie das Niveau ihrer westlichen Nachbarn erreichen – eine Voraussetzung für die Konsolidierung der neuen Demokratien und ihre Integration in die EU.

Robert Silvers, der Mitbegründer und Herausgeber des New York Review of Books, schreibt über Idee und Geschichte des Review. Wie bewahrt man redaktionelle Unabhängigkeit unter dem Druck politischer, ökonomischer und neuerdings technischer Zwänge?

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Heft 37: Politik der Vielfalt

Transit 37
Europa scheint vergessen zu haben, dass es ein Einwanderungskontinent ist. Ethnische Gruppen waren lange Gewalt und Hass ausgesetzt, bevor sie zum Kernbestand wurden. Was ist daraus zu lernen?
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Heft 36: Klimapolitik und Solidarität

Transit 36
Der Klimawandel stellt die bestehenden demokratischen Institutionen und das Instrumentarium herkömmlicher Politik vor nie gekannte Herausforderungen.
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Heft 35: Gedächtnispolitik / Mai 1968 / Russland

“Die Zukunft der europäischen Solidarität hängt von der Neubesetzung und -erzählung der jüngeren Vergangenheit Europas ab.” Timothy Snyder

1968 in Ost und West: Ein vergleichender Blick zurück, 40 Jahre danach.

Wie kann man die eskalierende Konfrontation zwischen der erweiterten Europäischen Union und dem wiederaufstrebenden postimperiale Russland zähmen?

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Heft 34: Leszek Kolakowski / Anna Politkowskaja

Drei Versuche, sich anlässlich des 80. Geburtstags von Leszek Kolakowski seinem Denken zu nähern.

Und eine Hommage an die russische Journalistin Anna Politkowskaja, die am 7. Oktober 2006 in Moskau ermordet wurde.

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Heft 33: Tod in der Gesellschaft / Patočka / Populismus

Transit 33
Das invariante Faktum des Sterbens ist offen für fast unendlich viele Varianten von Deutungen, Verhaltens- und Handlungsweisen. Die Frage nach dem Tod ist eine Grundfrage, insofern als sie zugleich die Frage nach dem Leben enthält. In den Antworten spiegelt sich jeweils ein Konzept, ein Begriff, eine Vision der conditio humana wider.

Die Bedeutung des Werkes von Jan Patočka für das politisch-historische Selbstverständnis Europas wird erst heute sichtbar. Eine Hommage an den tschechischen Denker und Bürgerrechtler anlässlich seines hundertsten Geburtstag.

Der Aufstieg des illiberalen Populismus ist der eigentliche Test für die vieldiskutierte „Aufnahmekapazität“ der EU.


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Heft 32: Solidarität

Transit 32
Was können die Europäer in der erweiterten Union, was können die Amerikaner unter wachsendem Druck tun, um das Fortleben ihrer Wohlfahrtsstaaten ins neue Jahrhundert zu sichern?
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Heft 31: Religion und politische Kultur / Exkursionen

Transit 31
Reflexionen über ein postsäkulares Verhältnis von Religion und politischer Öffentlichkeit.
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Heft 30: Europäische Krise? / Geschichte und Gedächtnis

Transit 30
Das Scheitern einer europäischen Verfassung zwingt zum Nachdenken über das Selbstverständnis, die internationale Verantwortung und die Zukunft der Union.

Für mehr Geschichtsschreibung und weniger Erinnerungskult: Die erfolgreiche Verdrängung der Geschichte durch das Gedächtnis öffnet der politischen Instrumentalisierung der Vergangenheit Tür und Tor.

Charles Taylor: Nachruf auf Paul Ricoeur

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Heft 29: Ukraine / Dimensionen der Ungleichheit

In memoriam Johannes Paul II

Zur Orange Revolution in der Ukraine 2004: Was war ihre Vorgeschichte, was sind ihre (geo)politischen Implikationen, welche Optionen zwischen einer abweisenden EU und einem besitzergreifenden Russland hat das Land für die Zukunft?

Die allenthalben wachsende Ungleichheit ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern sie gefährdet das Funktionieren der Demokratie und stellt eine Bedrohung für die Stabilität der Gesellschaft dar.


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Heft 28: “1984” – neu gelesen / Was hält Europa zusammen?

Ist der Mangel an dystopischer Fantasie noch verhängnisvoller als das Fehlen positiver Entwürfe?

Das Resümee der von IWM einberufenen Reflexionsgruppe über die geistige und kulturelle Dimension Europas.

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Heft 27: Europäische Verbindlichkeiten II

Transit 27
Solidarität ist eines der Grundprinzipien, auf denen die Europäische Union als Gemeinschaft beruht.

Außerdem: Schwierige Freundschaft: Die erweiterte EU und die USA / Religionen und europäische Solidarität, Fortsetzung / Islam in Europa

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Transit online

Tr@nsit is the online sister journal of Transit. Here, authors, fellows and friends of the IWM offer further articles, reflections and comments related to ongoing research and debates at the Institute.

Recent Transit online Articles

  • Gott ist Russe

    Der Russe blickte dem Teufel ins Auge, er legte Gott auf die Couch des Psychoanalytikers und begriff, dass seine Nation die Welt erlösen kann. Ein gequälter Gott erzählte dem Russen eine Geschichte vom Scheitern. Am Anfang war das Wort, Reinheit und Vollkommenheit, und das Wort war Gott. Doch dann beging Gott eine Jugendsünde.
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  • Hungary’s Real Indians

    Native Americans have long been beloved in Hungary, where ‘Indians’ stand for what is real, endangered and exceptional. Viktor Orbán has used the trope to channel demographic anxiety and bolster his anti-migrant rhetoric, but it could also spell trouble for his politics of fear.
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  • Can It Happen Here? Our Central European Future

    Austria may come to play an ominous role in the deepening conflict between East and West, writes Carl Henrik Fredriksson. The future of the EU will be decided in Central Europe.
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  • Suspekte Solidarität. Gesellschaftlicher Protest in Polen nach 1989

    Solidarität als Prinzip und Bewegung gehört zum Gründungsmythos des postkommunistischen Polen. Dass Vertreter unterschiedlichster Gruppen der Gesellschaft zusammenarbeiteten und gemeinsam Widerstand leisteten, wird oft als Hauptmerkmal des polnischen Wegs aus dem Kommunismus betrachtet. Angesichts dieses Erbes ist es umso merkwürdiger, dass sich in den polnischen öffentlichen Debatten der 1990er Jahre ein Stereotyp herausbildete, demzufolge die Mehrzahl der sozialen Proteste in Polen von gesellschaftlich, politisch oder ökonomisch Ausgeschlossenen ausgeht.
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