Hermann Diamanski: Überleben in der Katastrophe

Hermann Diamanski

Eine deutsche Geschichte zwischen Auschwitz und Staatssicherheitsdienst (1910-1976)

Hermann Diamanskis Leben spiegelt deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. Diamanski, Seemann und Kommunist, betätigte sich illegal gegen den Nationalsozialismus und kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg. Im “Zigeunerlager” von Auschwitz war er Lagerältester, im Januar 1945 musste er am Todesmarsch nach Buchenwald teilnehmen. Nach dem Krieg machte er Karriere in Ostdeutschland, kam jedoch bald in Konflikt mit dem dortigen Apparat und geriet in die Mühlen des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Er flüchtete nach Westdeutschland und arbeitete dort dann kurzzeitig für den US-Geheimdienst. Er sagte als Zeuge im Auschwitz-Prozess aus, auf eine Entschädigung als Verfolgter des Nazi-Regimes musste er lange warten.

Heiko Haumann, Prof. em. für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel, war 2003 Visiting Fellow am IWM. Das Buch ist aus seinen damaligen Forschungen und Vorträgen am Institut entstanden.

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