Stolen Facades

Thursday, 25 February 2016, 7:30pm - 9:00pm, IWM library
Stolen Facades_Nemes2_webIm Stadtbild werden gesellschaftliche Veränderungen besonders rasch sichtbar. Anfang der 90er Jahre wurden in Osteuropa Wohnungen privatisiert, Firmen gegründet und erste Geschäfte geöffnet. Der neue Besitzerstatus wurde kurze Zeit später auch auf den Straßen sichtbar – nicht nur durch die ungewohnt grelle Werbung, sondern auch auf den bisher grauen Fassaden. Junge Unternehmer machten durch das Bemalen und Renovieren der Außenmauern ihrer Räumlichkeiten auf sich aufmerksam. Sie signalisierten damit ihre Präsenz und die geänderten Eigentums- und Gesellschaftsverhältnisse. Auch die nunmehrigen Wohnungsbesitzer bemalten oder renovierten die Außenseite ihrer Räume, auch wenn diese oft im 4. Stockwerk lagen. Wie der Titel der Ausstellung suggeriert wirkte diese Zurschaustellung des Privatbesitzes nach Jahrzehnten des Sozialismus für den Künstler und viele Bewohner Budapests wie ein Diebstahl.

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Der in Budapest lebende Künstler Csaba Nemes (1966 in Kisvárda geboren) hat diese allmählich einsetzenden und sich beschleunigenden Veränderungen im Stadtbild durch die 90er Jahre dokumentiert. Sein Interesse galt seit den späten 80er Jahren den gesellschaftlichen Prozessen in Ungarn. Dabei verwendet er beinahe alle Techniken der bildenden Kunst: Fotografie, Film, Animation, Malerei und Zeichnung. Seine Werke sind bekannt durch zahlreiche Ausstellungen in Ungarn, Österreich, Deutschland, Litauen etc. Derzeit hat er eine große Einzelausstellung im Mocak in Krakau. Details auf: www.nemescsaba.com

Laufzeit: 27.02. – 31.05.2016

Vernissage: 25. Februar 2016, 19:30 Uhr

Allgemeine Öffnungszeit: Mo-Do 10-12 und 14-16, Fr 10-12
Zusätzlich kann die Ausstellung nach Voranmeldung und während der Abendveranstaltungen am IWM besucht werden.

Eintritt: frei

In Kooperation mit der Knoll Galerie Wien Budapest
www.knollgalerie.at

Anmeldung
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