“My Country is free!”

„Ich habe mich schon immer gefragt, warum die Menschen in allen Ländern so fröhlich sind und anscheinend nur die Ukrainer sich benehmen, als seien sie die traurigste Nation der Welt. Jetzt habe ich es verstanden: Wir waren keine Nation, wir waren einander fremd, wir waren geteilt. Das änderte sich an diesem Montag!“ – Diese Erfahrung hat fast zwei Millionen Protestierende in Kiew vereint. „Die Ukraine ist wiedergeboren!“ Die einst so traurigen Gesichter der Ukrainer strahlen vor Freude. „Die Ukraine ist endlich wiedergeboren!“

In Wirklichkeit ist der Wandel bereits viel radikaler.

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Kiew, November 2004 / © Piotr Ossowicz (Polish Invisible College)

Wir sind ein Volk

Mykola ist zwanzig Stunden von Lviv nach Kiew gefahren und kann die Hauptstadt nicht wiedererkennen. „Ich bin mit meiner ganzen Familie hier. Ganz Lviv ist nach Kiew gefahren. Wir haben alle Schulen geschlossen. Sogar die Kleinsten protestieren und rufen ‚Jusz-czen-ko! Jusz-czen-ko!’ So einfach ist es: Wer gesund ist, fährt nach Kiew. Die Krankenhäuser sind leer, nur ein paar Ärzte sind zurückgeblieben, da sie im Notfall gebraucht werden. Sonst fahren alle! Gut, die Zöllner sind noch an ihrem Platz, doch in Gedanken sind sie alle bei uns. Niemals zuvor habe ich eine solche Einheit der Nation gespürt.“ Die Farbe Orange sieht man überall: orange Fahnen, orange Bänder, sogar die Schaufensterpuppen in exklusiven Geschäften tragen schicke orange Kleidung. Wir stehen vor dem Parlament, und Tausende protestieren gegen die Regierung, gegen Janukowitsch und die Kommunisten, gegen die zentrale Wahlkommission; für eine freie Ukraine. „Ich habe so etwas noch nie erlebt. Diese Solidarität kann ich nicht einmal mit der Wiedergewinnung der Unabhängigkeit 1991 vergleichen. Die Souveränität war ein Geschenk, heute müssen wir uns den Sieg selbst erkämpfen. Noch vor zwei Wochen behandelte uns Kiew wie Fremde, weil wir nur ukrainisch sprechen. In unserem gemeinsamen Kampf sind die Ukrainer nun Brüder geworden.“

Überall herrscht die Stimmung eines endgültigen Bruchs mit der Vergangenheit. Nach dreizehn Jahren formaler Unabhängigkeit scheint es, dass sich die Ukraine endlich von den Hinterlassenschaften des kommunistischen Systems befreien kann: von Angst, Autorität, Korruption, Kriminalität und nicht zuletzt von der russischen Herrschaft. „In jedem Staat gibt es korrupte Politiker. Das ist normal, jeder weiß es. Bei uns aber ist es zum Prinzip der Regierung geworden. Fünf Prozent der korrupten Politiker im Parlament hielten wir noch aus, fünfzig sind schon zu viel. Sie dachten, dass sich nichts ändern kann: Sie regieren und wir werden regiert. Doch nun ist die Zeit der Wahrheit gekommen.“

Bis letzte Woche war die Ukraine nur ein geographischer Begriff, der die Alltagsrealität der gegenseitigen Ignoranz, des Missverständnisses und der Feindschaft zwischen dem Osten und dem Westen des Landes überdecken wollte. Brutal gesagt, war für den Osten die westliche Ukraine ein Hort wilder Banden gefährlicher Nationalisten, für den Westen hingegen war der Osten ein Sitz russifizierter Schurken. Jetzt scheint es, dass die alten, tief verankerten Feindseligkeiten abgebaut worden sind. Sprache, Religion und Ethnizität entzweien die Menschen nicht mehr. Innerhalb einer Woche ist eine große Nation zur Welt gekommen. Das ist keine Wiedergeburt, es ist eine wahrhaftige Neugeburt.

Von Wien nach Kiew

Als ich ein E-Mail von einem unbekannten Mädchen aus Kiew bekam, in dem sie um Unterstützung der Demokratie in der Ukraine bat, entschied ich auf Anhieb, nach Kiew zu fahren und ihr zu helfen. Wir dürfen nicht nur zuschauen, denn die Demokratie kann nicht aus der Ferne verteidigt werden. Ich wusste nicht, wo ich essen und übernachten würde. Eines wusste ich jedoch: Ich musste auf jeden Fall dorthin fahren. Als ich „meiner Unbekannten“ meinen Entschluss berichtete, konnte sie die Rührung darüber nicht zurückhalten: „Das ist eine wahre Verbrüderung der Menschen“ schrieb sie.

Man muss freilich nicht nach Kiew fahren, um die Zeichen der Zeit zu erkennen. Die Revolution ist bis in die fernsten Ecken vorgedrungen, buchstäblich bis zu den Grenzen. Ukrainische Zöllner genossen international ein wenig schmeichelhaftes Ansehen. Sie waren meisterhaft im Erfinden von jeweils passenden Paragraphen für geizige Touristen, die mit der Teilung ihres Eigentums zu lange zögerten. Sie lächelten nie, auch nicht, wenn sie viel Schmiergeld bekamen. Und jetzt diese völlig unerwartete Verwandlung: An der Grenze begegnen sie dir mit einem strahlenden Lächeln. Die Zöllner empfangen dich mit offenen Armen und erwarten nicht, dass du ihnen etwas zusteckst. Geld zählt jetzt nicht. Was zählt, ist Freiheit und die neugeborene Hoffnung auf ein würdiges Leben. Angesichts dieser großen Werte gerät alles Andere in den Hintergrund.

Schon an der Grenze wusste ich, dass die Fahrt nach Kiew nicht einfach wird. Es war klar, dass die Regierung Tausende Protestierende in Lviv sowie in anderen Städten des Westens aufzuhalten versuchte. Die ersten Busse, die aus Lviv nach Kiew fuhren, erlitten unterwegs alle Reifenpannen, weil von ’unbekannten’ Tätern Nägel auf den Straßen verstreut worden waren. Ferner gab es trotz großer Nachfrage keine zusätzlichen Verkehrsverbindungen und schon seit langem waren alle Zugfahrkarten nach Kiew ausverkauft. In dieser Situation konnte man nur direkt im Zug um eine Mitfahrgelegenheit bitten. Zum Glück erwies sich schnell, dass auch die Bahnbeamten auf der richtigen Seite standen. Sie konnten immer einen freien Sitzplatz finden, um zumindest auf diese Art und Weise die „orange Revolution“ zu unterstützen.

Die Selbstorganisation der Gesellschaft

In Kiew kann man ein erstaunliches Spektakel politischen Handelns beobachten, ein wahres Fest der Freiheit. Überall. In den U-Bahnen, wo die Fahrer, anstatt Stationen anzukünden, Slogans der Opposition zitieren: „Razem nas bohato, nas nie podolajet!” („Zusammen sind wir viele, ihr könnt uns nicht stoppen!“). Alle lachen und die ganze U-Bahn bebt vom Stimmengemenge tausender Menschen. An den Mauern der Gefängnisse findet man immer öfter Sprüche wie: „Janukowitsch, besuche deine besten Freunde!“; „Daher kommen unsere Präsidenten“. Auf den blauen mobilen Toi-Toi-WCs in Kiew steht geschrieben, dass sie die Hauptquartiere von Janukowitsch seien. Die Transparente verkünden: „Putin! Nimm deine russische Hunde aus der Ukraine!“. Menschenmassen sammeln sich und rufen vereint: „Bandu het!“ („Bande raus!“), „Hanjba“ („Schande!“).

Seit 1989 gab es kein wichtigeres und folgenreicheres Ereignis auf unserem Kontinent. „Am ersten Montag nach den ’verlorenen’ Wahlen bin ich hierher gekommen. Ich wusste weder ob ich dort allein sein werde, noch was passieren wird. Um zehn Uhr morgens waren wir ein paar tausend Leute, eine Stunde später hunderttausend, jetzt sind wir rund zwei Millionen. Das war wie eine Welle, wie ein Fluss, der nicht zu stoppen ist.“

Inmitten des politischen Konflikts bleibt die Stadt ein vorbildliches Beispiel der Ordnung. Einzelne Personen, die blaue Bändchen tragen, können freilich ungehindert durch die „orangen“ Massen gehen. Die Anhänger von Janukowitsch und Juschtschenko reden nicht nur friedlich miteinander, sondern auch sehr freundlich. Da viele keinen Platz zum Schlafen und nichts zum Essen hatten, bot ihnen die Opposition dies an.

Mischa hat seit vier Tagen kaum geschlafen, so sehr setzt er sich für den Kampf um die Demokratie ein. Er versucht, mir dieses Wunder zu erklären: „Das Wichtigste ist, dass wir nichts trinken. Wir wollen die Revolution nicht mit Alkohol unterstützen, sondern mit unseren Herzen. Wenn aber Juschtschenko gewinnt, werde ich den ganzen Monat lang ohne Pause trinken!“, lacht er. „Wir müssen sehr achtsam sein und uns vor Provokationen schützen. Wir werden keine Rowdys tolerieren.“

Inzwischen sind unerwartet zwei betrunkene Anhänger Juschtschenkos aufgetaucht, die über den Zaun gefallen sein müssen. Wir beobachten sie mit Erstaunen. „Sie kommen aus Donetsk.” – stellt Mischa fest, „sie sind zwar auf unsere Seite gekommen, doch die Macht der Gewohnheit bleibt.“ Als man die ukrainische Hymne spielt, erheben sie sich aber und legen ihre Hand aufs Herz.

Im Ukrainischen Haus, dem Hauptquartier der Opposition, geben Hunderte freies Essen, Süßigkeiten, Getränke, Kleidung und warme Schuhe aus. Es gibt sogar einen Stand, wo man Batterien von Handys und Kameras aufladen kann. Ein anderer Stand organisiert den Transport von Kiew zu allen Orten in der Ukraine. Jeder, der einen freien Platz in seinem Auto hat, meldet sich dort. An einem anderen Schalter kann man sogar Geld für die nötigen Ausgaben wie Essen oder die Heimreise bekommen. „Woher wissen Sie, dass die Leute dieses Geld nicht vergeuden?“ „Wir wissen es nicht. Wir können ihnen nur vertrauen“.

Der endgültige Sieg

Die Mehrheit unseres Volkes betrachtet die Möglichkeit, dass Janikowitsch der Nachfolger von Kutschma wird, als Wahnsinn und politischen Selbstmord. Wie kann man überhaupt nur daran denken, dass wir einen Menschen wählen, der wegen Diebstahls von Pelzmützen im Gefängnis war? Wie kann man glauben, dass das ukrainische Volk die kriminellen Beziehungen zwischen Janukowitsch und Achmetow, dem reichsten und wohl nicht rechtschaffensten Mann der Ukraine, übersieht? Wie kann man hoffen, dass die vollkommene Abhängigkeit von russischer Unterstützung in einem freiem Land ein Vorteil sei? Genau diese unvorstellbare Arroganz hat sich als Fluch der Regierung und als Segen der Opposition erwiesen. Eine allgemeine Empörung hat die Menschen dazu gebracht, dass sie sich trotz allen bisherigen unterschiedlichsten politischen, sprachlichen und religiösen Unterschieden zum ersten Mal im Namen der Demokratie, der Souveränität und des Rechts vereint haben. Es war die Dummheit der despotischen Macht, welche die Nation geschaffen hat.

Abgesehen davon, welche Entscheidungen ukrainische Politiker treffen und welche Meinungen internationale Experten und Vermittler äußern, alle wissen, dass nichts so bleiben kann, wie es vorher war. Alle sind sich sicher, dass die orange Revolution schon gewonnen hat. Wann die Machthaber endlich zustimmen, ist nur eine Frage der Zeit. Es gibt kein Zurück mehr. Drohungen mit der Teilung des Landes oder in Richtung Kiew rollender Panzer werden als die letzten Atemzüge des alten Regimes betrachtet.

Am Abend eines zweiten langen Tages spielen und singen die Demonstranten alte Volkslieder im Ukrainischen Haus. Ich kann nur zuhören. „Warum singst du nicht mit?“, fragt mich eine hübsche junge Frau, die neben mir steht. „Ich kenne die Lieder nicht. Ich komme aus Polen.“ „Aus Polen?“, erstaunt sieht sie mich an. „Aus Polen!“, wiederholt sie plötzlich freudestrahlend und umarmt mich. „Gerade in einer solchen Zeit brauchen wir euch sehr. Hast du einen Platz zum Schlafen? Du könntest in unserem Studentenwohnheim übernachten“. Vielleicht hätte ich die Einladung angenommen. Mir wurden jedoch bereits während der Fahrt nach Kiew zehn verschiedene Schlafmöglichkeiten angeboten. „Schade! Du musst ganz Europa berichten, dass wir hier für eine faire Demokratie gekämpft haben, und dass mein Land nun endlich frei ist.

“My country is free!”

 

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Michal Luczewski, Doktorand der Soziologie an der Universität Warschau, war 2004 Jozef Tischner Junior Visiting Fellow am IWM.

 

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  • Paul Sanders

    Paul Sanders is a historian and management scholar. He is a full-time professor at Reims Management School in Reims, France. He has published across the disciplines of history, international relations and leadership.   Print

  • Karl Schlögel

    Karl Schlögel war Professor für Osteuropäische Geschichte zuerst an der Universität Konstanz, dann an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Nach seiner Emeritierung arbeitet er an einer Archäologie des Kommunismus und einer Geschichte des Wolgaraumes. Zurzeit ist er City of Vienna/IFK Fellow am IFK in Wien.     Print

  • Thomas Schmid

    Thomas Schmid is the publisher of the WELT Group, Berlin. He worked for various newspapers, among them as editor of the Frankfurter Allgemeine Zeitung and the Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. From 2006 to 2010 he was Editor-in-Chief of Die Welt.   Print

  • Margit Schratzenstaller

    Margit Schratzenstaller is senior researcher at the Austrian Institute of Economic Research (WIFO) and is currently coordinating (together with Karl Aiginger and Stefan Ederer) ‘WWW for Europe’, a 4-year research project within the 7th Framework Program funded by the European Commission.   Print

  • Dieter Segert

    Dieter Segert ist Professor für Transformationsprozesse in Mittel-, Südost- und Osteuropa am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Seit September 2007 ist er Mitglied des Vorstandes des IDM Wien, seit Juni 2008 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.   Print

  • Victoriya Sereda

    Sociologie, Ivan-Franko-Universität, Lviv
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  • Michel Serres

    Michel Serres ist Philosoph und Mitglied der Académie Française.   Print

  • Marci Shore

    Associate Professor of History, Yale University
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  • Sławomir Sierakowski

    Director, Institute for Advanced Study, Warsaw; Founder, "Krytyka Polityczna" movement
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  • Sara Silverstein

    Ph.D. Candidate in Modern European and International History, Yale University
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  • Aleksander Smolar

    Political Science, Paris
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  • Timothy Snyder

    IWM Permanent Fellow
    Bird White Housum Professor of History, Yale University
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  • George Soros

    George Soros is a pioneer of the hedge-fund industry, investor and philanthropist, he is the author of many books, including Financial Turmoil in Europe and the United States: Essays (2012), The Soros Lectures: At the Central European University (2010), The Crash of 2008 and What it Means: The New Paradigm for Finance Markets (2009).   …
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  • Robert Spaemann

    Robert Spaemann ist Professor em. für Philosophie an der Universität München.   Print

  • Pawel Spiewak

    Associate Professor of Sociology, Department of Sociology and Philosophy, Warsaw University
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  • Wilfried Stadler

    Wilfried Stadler ist Unternehmensberater, Wirtschaftspublizist und Honorarprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Bis 2009 war er Vorstandsvorsitzender einer österreichischen Spezialbank für Unternehmensfinanzierung.   Print

  • Rudolf Stamm

    Rudolf Stamm war von 1975 bis 1988 Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung für Osteuropa und Österreich, anschließend bis 1999 für Italien, dann bis zu seiner Pensionierung 2002 für die USA mit Sitz in Washington D.C. Er starb 2010 in der Schweiz. 1985 erscheinen seine NZZ-Reportagen aus Osteuropa in dem Band Alltag und Tradition in Osteuropa. …
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  • Paul Starr

    Paul Starr ist Professor für Soziologie an der Princeton University und Mitherausgeber von The American Prospect. Er ist Pulitzer-Preisträger.   Print

  • Martina Steer

    ÖAW APART Fellow (History)
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  • Kristina Stoeckl

    Research Director
    APART Fellow, Austrian Academy of Sciences; Department of Political Sciences, University of Vienna
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  • Roman Szporluk

    Roman Szporluk is Professor em. of Ukrainian History at Harvard and Professor em. of History at the University of Michigan. He is a foreign member of the National Academy of Sciences in Kiev, Ukraine. His research focuses on modern Ukrainian, Russian, and Polish history, and on Marxism and nationalism in Eastern Europe.   Print

  • Charles Taylor

    IWM Permanent Fellow
    Professor em. of Philosophy, McGill University, Montréal
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  • Maria Teteriuk

    PhD candidate in Mass Communications and senior lecturer in Media Studies, National University of 'Kyiv-Mohyla Academy', Ukraine
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  • Philipp Ther

    Junior Professor of Polish and Ukrainian Studies, Europa-Universität Frankfurt / Oder
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  • Maria Todorova

    Professor of History, University of Illinois at Urbana Champaign
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  • Balázs Trencsényi

    Balázs Trencsényi, Ph.D., is Associate Professor at the Department of History, CEU. His research focuses on the comparative history of political thought in East Central Europe and the history of historiography. He is co-director of Pasts, Inc., Center for Historical Studies at CEU and Associate Editor of the periodical East Central Europe (Brill). He was …
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  • Stefan Troebst

    .
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  • Marius Turda

    Lecturer in the Education Abroad Program, Eötvös Lorand University, Faculty of Humanities, Budapest
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  • Andreas Umland

    Andreas Umland ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Euro-Atlantische Kooperation Kiew sowie Herausgeber der Buchreihe Soviet and Post-Soviet Politics and Society, ibidem-Verlag Stuttgart. Print

  • Victoria Vasilenko

    Assistant Professor of Contemporary History and International Relations, Belgorod National Research University
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  • David G. Victor

    David G. Victor is a Professor at the School of International Relations and Pacific Studies at the University of California, San Diego, where he directs the Laboratory on International Law and Regulation.   Print

  • Harald Welzer

    Harald Welzer ist Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke und Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.   Print

  • Karolina Wigura

    Adjunct of the History of Ideas, University of Warsaw; Co-Editor of Kultura Liberalna
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  • Volodymyr Yermolenko

    Volodymyr Yermolenko is a Ukrainian philosopher and essayist. He has a degree in Political Science from the EHESS, Paris, and teaches at Kyiv Mohyla Academy in Kyiv. He is the author of the book Narrator and Philosopher: Walter Benjamin and his time (2011, in Ukrainian). Print

  • Oksana Zabuzhko

    Free-lance writer, Kiev
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  • Tatiana Zhurzhenko

    Research Director, Russia in Global Dialogue / Ukraine in European Dialogue
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