Gott ist Russe

Alchetron [1] (author/date @ The Hudson Institute)

Mikhail Nesterov (1862–1942)

„Politik ist die Kunst, den Feind zu erkennen und auszuschalten.“
Iwan Iljin, 1948

Der Russe blickte dem Teufel ins Auge, er legte Gott auf die Couch des Psychoanalytikers und begriff, dass seine Nation die Welt erlösen kann. Ein gequälter Gott erzählte dem Russen eine Geschichte vom Scheitern. Am Anfang war das Wort, Reinheit und Vollkommenheit, und das Wort war Gott. Doch dann beging Gott eine Jugendsünde. Er schuf die Welt, um sich zu vervollkommnen, beschmutzte sich stattdessen jedoch selbst und verbarg sich in Scham. Die Ursünde wurde von Gott, nicht von Adam begangen: die Freisetzung des Unvollkommenen. Sobald die Menschen in der Welt waren, nahmen sie Tatsachen wahr und erlebten Gefühle, die sich nicht mit dem vereinbaren ließen, was Gott im Sinn gehabt hatte. Jeder einzelne Gedanke und jede einzelne Leidenschaft verstärkten den Zugriff des Teufels auf die Welt.

Und so begriff der Russe, ein Philosoph, dass Geschichte Schmach und Schande war. Die Welt seit der Schöpfung war ein sinnloses Durcheinander von Bruchstücken. Je mehr die Menschen versuchten, sie zu verstehen, desto sündhafter wurde sie. Das moderne Leben mit seinem Pluralismus und seiner bürgerlichen Gesellschaft verstärkte die Mängel der Welt nur noch mehr und sorgte dafür, dass Gott im Exil blieb. Gottes einzige Hoffnung war, dass eine rechtschaffene Nation einem Anführer folgen und eine neue politische Totalität schaffen würde – damit würde eine Reparatur der Welt beginnen, die wiederum das Göttliche erlösen konnte. Da das einigende Prinzip des Wortes das einzig Gute im Universum war, waren alle Mittel gerechtfertigt, die zu dessen Wiederkehr führen würden.

Und so träumte dieser russische Philosoph, dessen Name Iwan Iljin war, von einem russisch-christlichen Faschismus. 1883 geboren, beendete er seine Dissertation über Gottes weltliches Scheitern kurz vor der Russischen Revolution 1917. Nachdem er 1922 von der Sowjetmacht, die er verachtete, aus seinem Heimatland vertrieben worden war, fand er an der Sache Benito Mussolinis Gefallen und vollendete 1925 ein weiteres Buch, eine Rechtfertigung der gewaltsamen Gegenrevolution. Im deutschen und Schweizer Exil schrieb er in den 1920er und 1930er Jahren für Weiße Russen, die nach der Niederlage im Bürgerkrieg aus ihrer Heimat geflohen waren, und in den 1940er und 1950er Jahren für zukünftige Russen, die das Ende der Sowjetmacht erleben würden.

Von Schreibzwang getrieben, verfasste Iljin rund zwanzig Bücher auf Russisch und weitere zwanzig auf Deutsch. Seine Werke sind nicht selten weitschweifig, und man findet rasch Ungereimtheiten. Doch ein Strang seines Denkens zieht sich durch die Jahrzehnte: die metaphysische und moralische Rechtfertigung des politischen Totalitarismus, die er in praktischen Entwürfen für einen faschistischen Staat zum Ausdruck brachte. Iljin starb vergessen 1954, doch wurde sein Werk nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von ein paar Enthusiasten wiederbelebt und neu aufgelegt und von russischen Politikern, insbesondere von Wladimir Putin, seit der Jahrtausendwende rezipiert und vielfach zitiert. Sein einflussreichstes Buch ist eine Sammlung politischer Aufsätze mit dem Titel Unsere Aufgaben.[1]

Die Russische Föderation des frühen 21. Jahrhunderts ist kleiner als das alte russische Zarenreich und zeitlich durch sieben Jahrzehnte Sowjetgeschichte von ihm getrennt. Und doch ähnelt die Russische Föderation von heute in einem zentralen Aspekt dem Russischen Reich von Iljins Jugend: In ihr stellt Rechtsstaatlichkeit kein Regierungsprinzip dar. Der Entwicklung von Iljins Rechtsverständnis, von einem hoffnungsvollen Universalismus zum willkürlichen Nationalismus, folgte auch der Diskurs russischer Politiker, unter ihnen Putin. Dass Iljin Mittel und Wege fand, das Scheitern des Rechtsstaatsprinzips als russische Tugend darzustellen, hilft den heutigen russischen Kleptokraten dabei, wirtschaftliche Ungleichheit als nationale Unschuld zu präsentieren. Putin hat die internationale Politik in einen geistigen Kampf transformiert und greift dabei auf Iljins geopolitische Vorstellungen zurück, um die Ukraine, Europa und die Vereinigten Staaten als existenzielle Bedrohungen für Russlands darzustellen.

Iljin begegnete russischen Problemen mit Hilfe von deutschen Denkern. Sein Vater war ein russischer Adliger, seine deutsch-russische Mutter eine Protestantin, die zum orthodoxen Glauben übergetreten war. Als Student in Moskau beschäftigte sich Iljin zwischen 1901 und 1906 mit Philosophie, insbesondere mit dem moralischen Denken Immanuel Kants. Für die Neukantianer, die damals die Universitäten in Europa wie auch in Russland beherrschten, unterscheiden sich die Menschen von der übrigen Schöpfung durch ihre Fähigkeit zur Vernunft, die sinnvolle Entscheidungen ermöglicht. Sie können sich dem Recht freiwillig unterwerfen, weil sie in der Lage sind, seinen Geist zu erkennen und zu akzeptieren.

Recht war damals das große Objekt der Begierde der denkenden Klassen in Russland. Es schien ein Gegengift gegen das alte russische Problem des proiswol zu bieten – der Willkürherrschaft autokratischer Zaren. Als junger Mann hoffte Iljin auf eine großangelegte Revolte, welche die Bildung der russischen Massen beschleunigen würde. Als der russisch-japanische Krieg 1905 die Voraussetzungen für eine Revolution schuf, verteidigte Iljin das Recht auf freie Versammlung. Mit seiner Freundin Natalia Vokach übersetzte er eine anarchistische Streitschrift aus Deutschland. Der Zar war gezwungen, 1906 eine neue Verfassung zu erlassen, die ein neues russisches Parlament vorsah. Doch nachdem er das Parlament zweimal aufgelöst und das Wahlsystem unrechtmäßig geändert hatte, konnte man nicht länger daran glauben, dass die neue Verfassung Russland die Rechtsstaatlichkeit gebracht habe.

Iljin, der ab 1909 an der Moskauer Staatsuniversität Recht lehrte, veröffentlichte auf Russisch (1910) und Deutsch (1912) einen glänzenden Aufsatz über die begrifflichen Unterschiede zwischen Recht und Macht.[2] Doch wie sollte Recht in der Praxis funktionieren und für Herrscher und Untertanen attraktiv sein? Wie andere russische Intellektuelle war Iljin von Hegel fasziniert, und 1912 verkündete er eine „hegelianische Renaissance“. Doch so wie die ungeheuer große russische Bauernschaft Zweifel in ihm aufkommen ließ, ob es wirklich so leicht wäre, der russischen Gesellschaft den Geist des Gesetzes zu vermitteln, ließ die eigene Erfahrung ihn daran zweifeln, dass historischer Wandel eine Sache des hegelschen Geistes war. Er fand die Russen, selbst die aus seiner eigenen Klasse und seinem Milieu in Moskau, abstoßend körperlich. In Diskussionen über Philosophie und Politik in den 1910er Jahren warf er seinen Widersachern „sexuelle Perversion“ vor.

1913 brachte Iljin Sigmund Freud als Retter Russlands ins Spiel. Noch während er an seiner Dissertation über Hegel arbeitete, bot er sich als Pionier der nationalen Psychoanalyse Russlands an und reiste mit Vokach 1914 nach Wien zu Sitzungen bei Freud. Freud zufolge erwächst die Zivilisation aus der kollektiven Übereinkunft, die Grundriebe zu unterdrücken. Der Einzelne zahlt einen seelischen Preis dafür, dass er seine Natur der Kultur opfert. Nur durch lange Sitzungen auf der Couch des Psychoanalytikers kann unbewusste Erfahrung ins Bewusstsein aufsteigen. Die Psychoanalyse bot somit ein anderes Bild des Denkens als die hegelianische Philosophie, die Iljin damals studierte.

In seiner raschen und begeisterten Übernahme widersprüchlicher deutscher Ideen war Iljin ein typischer russischer Intellektueller. Eine weitere Quelle neben Hegel und Freud war Edmund Husserl, der Begründer der phänomenologischen Denkschule, bei dem Iljin 1911 in Göttingen studiert hatte. Kant hatte das Ausgangsproblem für den russischen politischen Denker vorgegeben: Wie konnte man für Rechtsstaatlichkeit sorgen? Hegel schien eine Lösung dafür anzubieten: einen Geist, der durch die Geschichte voranschreitet. Iljins Freud-Lektüre hatte ihn dazu veranlasst, Russlands Problem neu zu definieren, nämlich eher sexuell bzw. psychologisch als geistig. Husserl schließlich ermöglichte es Iljin, die Verantwortung für politisches Versagen und sexuelles Unbehagen Gott zuzuschieben. Philosophie bedeutete Kontemplation, die den Kontakt zu Gott ermöglichte und Gottes Heilung in Gang setzte.

Während Iljin 1914, 1915 und 1916 Gott kontemplativ betrachtete, töteten und starben Millionen Menschen überall in Europa auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs. Das Russische Reich eroberte zunächst Gebiete an der Ostfront, verlor sie dann wieder, und im März 1917 wurde das Zarenregime durch eine neue Verfassungsordnung ersetzt. Die neue Regierung wankte, weil sie weiter einen kostspieligen Krieg führte. Im April schickte Deutschland Wladimir Lenin in einem plombierten Zug nach Russland, und seine Bolschewiki begannen im November eine zweite Revolution, indem sie den Bauern Land und allen Russen Frieden versprachen. Zu der Zeit, als Iljin 1918 seine Dissertation verteidigte, waren die Bolschewiki an der Macht, ihre Rote Armee führte einen Bürgerkrieg und ihre Tscheka verteidigte die Revolution mittels Terror. Hatte der Erste Weltkrieg Revolutionären ihre Chance eröffnet, so machte er auch den Weg frei für Konterrevolutionäre. Ohne den Krieg wäre der Leninismus wahrscheinlich eine Fußnote im marxistischen Denken geblieben; ohne Lenins Revolution hätte Iljin vermutlich keine reaktionären politischen Schlussfolgerungen aus seiner Dissertation gezogen.

Lenin und Iljin kannten sich nicht persönlich, dennoch begegneten sie sich auf unheimliche Weise. Lenin schrieb nämlich unter dem Pseudonym „Iljin“, und der wahre Iljin rezensierte einige dieser unter Pseudonym verfassten Arbeiten. Als Iljin, ein Gegner der Revolution, von der Tscheka verhaftet wurde, intervenierte Lenin zu seinen Gunsten und bekundete damit seinen Respekt gegenüber Iljins philosophischem Werk. Ihr intellektuelles Zusammenwirken, das 1917 begann und sich im heutigen Russland fortsetzt, entsprang der gemeinsamen Wertschätzung Hegels. Beide interpretierten Hegel radikal und waren in wichtigen Punkten einer Meinung, etwa was die Notwendigkeit anging, die Mittelklasse zu zerstören, waren allerdings unterschiedlicher Ansicht darüber, wie die endgültige Form des klassenlosen Gemeinwesens aussehen sollte.

Lenin übernahm von Hegel die Vorstellung, Geschichte sei eine Geschichte des Fortschritts durch Konflikt. Als Marxist glaubte er, dieser Konflikt finde zwischen den gesellschaftlichen Klassen statt: der Bourgeoisie, die über Eigentum verfügte, und dem Proletariat, das Profite ermöglichte. Dem Marxismus fügte Lenin den Vorschlag hinzu, die Arbeiterklasse, die zwar durch den Kapitalismus entstanden und dazu bestimmt war, sich seiner Errungenschaften zu bemächtigen, bedürfe der Lenkung durch eine disziplinierte Partei, die die Regeln der Geschichte kannte. Er zweifelte jedoch nie daran, dass der Mensch im Grunde seines Wesens gut war, dass dieses Gute in historischen Umständen gefangen war und deshalb durch historisches Handeln befreit werden konnte.

Marxisten wie Lenin waren Atheisten. Sie glaubten, mit „Geist“ habe Hegel Gott oder irgendeine andere theologische Vorstellung gemeint, und sie ersetzten Geist durch Gesellschaft. Iljin war kein typischer Christ, aber er glaubte an Gott. Er glaubte auch, dass Hegel Gott gemeint und dass Hegels Gott eine verdorbene Welt geschaffen hatte. Für Marxisten übernahm das Privateigentum die Funktion der Ursünde, und seine Abschaffung sollte das Gute im Menschen freisetzen. Für Iljin war Gottes Schöpfungsakt selbst die Ursünde. Für ihn gab es nie einen guten Moment in der Geschichte und die Menschheit war nicht per se gut. Die Marxisten hatten recht damit, die Mittelklasse zu hassen, ja sie hassten sie sogar noch zu wenig. Die „Zivilgesellschaft“ der mittleren Klassen machte alle Hoffnungen auf die „übermächtige nationale Organisation“, die Gott brauchte, zunichte. Weil die Mittelklasse Gott blockiert, musste sie von einer klassenlosen nationalen Gemeinschaft hinweggefegt werden. Nachdem er Russland verlassen hatte, sollte Iljin behaupten, die Russen bräuchten Helden, herausragende Charaktere von jenseits der Geschichte, die in der Lage waren, mit allen Mitteln an die Macht zu streben. Es war eine Ideologie, die noch nach einer Form und einem Namen suchte.

Schon bald nach seiner Emigration aus Russland 1922 befeuerte Benito Mussolinis Marsch auf Rom Iljins Fantasie, also der Staatsstreich, der das erste faschistische Regime weltweit an die Macht brachte. Er besuchte Italien und veröffentlichte bewundernde Artikel über den Duce, während er an seinem Buch Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse (1925) schrieb.[3] Hatte seine Dissertation den Grundstock für eine metaphysische Verteidigung des Faschismus gelegt, so war dieses Buch die moralische Apologie eines neu entstehenden Systems. Für den rechtsehenden Philosophen bedeutete Christentum die Aufforderung, im Namen der Liebe entschlossen Gewalt anzuwenden. In solche Liebe getaucht zu sein, bedeutete, „gegen die Feinde der göttlichen Ordnung auf Erden“ zu kämpfen.

Damit wurde aus Theologie Politik. Iljin verschmolz „Demokratie“, „Sozialismus“ und „Marxismus“ zu einem Kontinuum des Verfalls und behauptete, eine Politik, die sich dem Bolschewismus nicht widersetze, widersetze sich Gott. Er verwendete das Wort „Geist“ (dukh), um die Inspiration der Faschisten zu beschreiben. Die faschistische Machtergreifung, so schrieb er, sei ein „Akt der Erlösung“. Der Faschist ist der wahre Heiland, denn er erkennt, dass es der Feind ist, der geopfert werden muss. Von Mussolini übernahm Iljin den Begriff des „ritterlichen Opfers“, das Faschisten mit dem Blut anderer darbringen. (Als Heinrich Himmler 1943 vom Holocaust sprach, pries er seine SS-Männer mit fast identischen Worten.)

Iljin widmete sein Buch von 1925 den Weißen, die sich der bolschewistischen Revolution widersetzt hatten. Es war als Leitfaden für ihre Zukunft gedacht, eine Zukunft, die die absolute Negation seiner Hoffnung in den 1910er Jahren war, wonach Russland ein Rechtsstaat werden könnte. „Der Faschismus“, schrieb Iljin, „ist ein rettendes Übermaß an patriotischer Willkür“. In diesem einen Satz werden zwei universelle Begriffe, Recht und Christentum, über Bord geworfen. Der Geist der Gesetzlosigkeit ersetzt den Geist des Gesetzes; der Geist des Mordes ersetzt den Geist der Barmherzigkeit.

Zwar war Iljin vom faschistischen Italien fasziniert, doch seine Heimat als politischer Flüchtling war zwischen 1922 und 1938 Deutschland. Als Angestellter des Russischen Wissenschaftlichen Instituts war er akademischer Beamter. Iljin, der für seine Mitemigranten auf Russisch schrieb, pries sogleich Hitlers Machtergreifung 1933. „Eine Reaktion auf den Bolschewismus war überfällig“, schrieb er. Vor allem wollte er Russen und andere Europäer davon überzeugen, dass Hitler recht damit hatte, Juden als Agenten des Bolschewismus zu betrachten. Dieser „Judäo-Bolschewismus“ war das spezifische ideologische Bindeglied zwischen den Weißen und den Nazis. Die Behauptung, Juden seien Bolschewisten und Bolschewisten seien Juden, war während des russischen Bürgerkriegs Teil der Weißen Propaganda gewesen. Natürlich waren die meisten Kommunisten keine Juden, und die überwältigende Mehrheit der Juden hatte nichts mit dem Kommunismus zu tun. Die Vermengung der beiden Gruppen war kein Irrtum und keine Übertreibung, sondern eine Verwandlung traditioneller religiöser Vorteile in Instrumente nationaler Einigung.

Während und nach dem russischen Bürgerkrieg waren einige Weiße nach Deutschland geflohen. Ihr Begriff des Judäo-Bolschewismus, der 1919 und 1920 nach Deutschland kam, vervollständigte Hitlers Ausbildung zum Antisemiten. Bis dahin war der Feind Deutschlands in Hitlers Augen der jüdische Kapitalismus gewesen. Nachdem er davon überzeugt war, dass Juden für beides verantwortlich waren, für Kapitalismus und Kommunismus, konnte er den letzten Schritt gehen und zu dem Schluss kommen, wie er das in Mein Kampf tat, Juden seien der Quell aller Ideen, die das deutsche Volk bedrohten. In dieser Hinsicht war Hitler ein Schüler der Weißen Bewegung in Russland. Iljin, der Ideologe der Weißen, wollte der Welt kundtun, dass Hitler recht hatte.

Doch im Laufe der 1930er Jahre begann Iljin daran zu zweifeln, dass das nationalsozialistische Deutschland der Sache des russischen Faschismus förderlich war, und er warnte die russischen Weißen vor den Nazi. Er geriet unter Verdacht, verlor er seinen Beamtenposten und verließ Deutschland 1938 in Richtung Schweiz, die er von früheren Urlaubsaufenthalten gut kannte. In der Nähe von Zürich beobachtete Iljin von sicherer Warte aus den Zweiten Weltkrieg. Trotz seiner Vorbehalte gegenüber den Nationalsozialisten bezeichnete er den deutschen Einmarsch in die UdSSR als „Gericht über den Bolschewismus“. Nach dem sowjetischen Sieg bei Stalingrad 1943, als klar wurde, dass Deutschland den Krieg wohl verlieren würde, änderte Iljin seine Haltung. Nun und in den folgenden Jahren betrachtete er den Krieg als Teil einer jahrhundertelangen Serie von westlichen Angriffen auf die russische Tugendhaftigkeit.

Fortan wurde die russische Unschuld zu einem der großen Themen Iljins. Als Begriff vervollständigte sie seine faschistische Theorie: Die Welt hatte ihre „göttliche Totalität“ und „harmonische Einheit“ verloren. Lediglich Russland war dem Übel der „Geschichte“ oder der „Fragmentierung des menschlichen Daseins“ irgendwie entkommen. Weil es „seine seelische Stärke von Gott bezog“, wurde es von der übrigen übelwollenden Welt fortwährend attackiert. Sein unbefleckter Wesenskern hatte „ein Jahrtausend des Leids“ erduldet. Dieses Russland war kein Land mit Individuen und Institutionen, sondern ein unsterbliches Geschöpf, eine „lebendige organische Einheit“. Iljin setzte das Wort „Ukrainer“ stets in Anführungszeichen, denn in seinen Augen waren sie Teil des russischen Organismus. Die faschistische Rede von organischer Einheit war zwar durch den Krieg diskreditiert, blieb für ihn aber von zentraler Bedeutung. Der Sieg der Roten Armee 1945 machte jedoch die Vorstellung zunichte, wie Iljin sie in den 1920er Jahren gehegt hatte, dass nämlich die Weißen eines Tages aus dem Exil an die Macht in Russland zurückkehren würden. Stattdessen benötigte man nun einen Plan für ein postsowjetisches Russland, das durch einen „nationalen Diktator“ möglich werden sollte.

„Macht“, so erklärte Iljin, „kommt von ganz allein zum starken Mann.“ Dieser Führer würde für jeden Aspekt des politischen Lebens verantwortlich sein, als Regierungschef, als oberster Gesetzgeber, als oberster Richter und als oberster Militärbefehlshaber. Demokratische Wahlen, so glaubte Iljin, institutionalisierten das Übel der Individualität. Folglich müssen „wir den blinden Glauben an die Zahl von Wählerstimmen und ihre politische Bedeutung ablehnen“. Wahlen sollten vielmehr ein Unterwerfungsritual der Russen gegenüber ihrem Führer sein. Russland ist ein Körper, so Iljins Vorstellung, und wenn man die Russen wählen lasse, so sei das, als würde man „Embryonen erlauben, sich ihre Spezies auszusuchen“. In einem Organismus war kein Platz für „das mechanische und arithmetische Verständnis von Politik“. Die Mittelklassen, „die allerunterste Ebene gesellschaftlicher Existenz“, verfügten über die Macht, Russland zu korrumpieren und sogar seine Erlösungsmission zu blockieren. Sie und ihr Individualismus seien deshalb zu unterdrücken.

„Freiheit für Russland“, wie Iljin sie verstand (in einem Text, den Putin 2014 auszugsweise zitierte), bedeutete nicht Freiheit für Russen als Individuen, sondern „die organisch-geistige Einheit der Regierung mit dem Volk und des Volkes mit der Regierung“; auf diese Weise könne man sogar „die empirische Vielfalt der Menschen“ überwinden.

Russland ist heute eine mediengesättigte autoritäre Kleptokratie, nicht die religiös-totalitäre Einheit, von der Iljin träumte. Doch seine Begriffe erhellen – und leiten mitunter – die russische Politik. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts behauptete Putin, Russland könne ein Rechtsstaat werden. Stattdessen machte er Wirtschaftskriminalität zum System. Wenn der Staat zu einem kriminellen Unternehmen wird, verliert das Recht seine Geltung, wird Ungleichheit endemisch, und Reformen werden undenkbar.

Man brauchte also eine andere politische Erzählung. Weil Putins Sieg über Russlands Oligarchen ihm auch die Kontrolle über ihre Fernsehsender schenkte, verfügte er über neue Medieninstrumente. Der westliche Trend in Richtung Infotainment erreichte in Russland einen Gipfelpunkt und schuf eine alternative Wirklichkeit, die den Glauben an die russische Tugendhaftigkeit und den Zynismus gegenüber Fakten befördern sollte. Ins Werk gesetzt wurde diese Veränderung von Wladislaw Surkow, dem russischen Propagandagenie. Es war ein frappanter Schritt in Richtung einer Welt, wie Iljin sie sich ausgemalt hatte: eine düstere, verwirrende Sphäre ohne Wahrheit, die allein durch russische Unschuld Gestalt gewann.

Ab dem Jahr 2005 begann Putin damit, Iljin selbst als Hofphilosophen des Kremls zu rehabilitieren. In diesem Jahr zitierte er Iljin in seinen Botschaften an die Föderalversammlung und sorgte dafür, dass dessen sterbliche Überreste nach Russland zurückkehrten. Auch Surkow begann, ihn zu zitieren. Er übernahm Iljins Vorstellung, wonach „russische Kultur die kontemplative Betrachtung des Ganzen“ sei, und bezeichnete sein eigenes Werk als die Schaffung eines Narrativs von einem unschuldigen Russland, das von permanenter Feindseligkeit umgeben ist. Surkows Abneigung gegenüber dem Faktischen reicht genau so tief wie bei Iljin, und wie dieser macht auch er theologische Gründe dafür geltend. Dmitri Medwedjew, der Vorsitzende von Putins Partei Einiges Russland, legte Iljins Bücher der russischen Jugend ans Herz. Iljin wurde zitiert vom Vorsitzenden des Verfassungsgerichts, vom Außenminister und von Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche.

Nach einem vierjährigen Intermezzo, zwischen 2008 und 2012, in dem Putin als Premierminister fungierte und Medwedjew gestattete, Präsident zu sein, kehrte Putin wieder ins höchste Amt zurück. Iljins Argumente halfen ihm dabei, den Misserfolg seiner ersten Amtszeit – die Unfähigkeit, den Rechtsstaat einzuführen – in das Versprechen für eine dritte Amtsperiode zu verwandeln, nämlich die Bekräftigung des tugendhaften Russlands und seiner Überlegenheit gegenüber Europa. Die Europäische Union, die größte Wirtschaftsmacht auf der Welt, gründet in der Annahme, internationale Rechtsvereinbarungen bildeten die Grundlage für eine gedeihliche Zusammenarbeit unter Rechtsstaaten. Ende 2011 und Anfang 2012 machte Putin eine neue Ideologie publik, die auf Iljins Denken beruht und Russland in Opposition zu diesem europäischen Modell definiert.

In einem Artikel, der am 3. Oktober 2011 in der Zeitung Iswestija erschien, kündigte Putin eine konkurrierende Eurasische Union an. In ihr würden sich Staaten zusammenfinden, die sich nicht dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet haben. In der Nesawissimaja Gaseta vom 23. Januar 2012 bezeichnete er, unter Verweis auf Iljin, die Integration von Staaten als eine Frage der Tugend. Rechtsstaatlichkeit sei keine universelle Bestrebung, sondern Teil einer fremden, der westlichen Zivilisation; die russische Kultur hingegen vereine Russland mit postsowjetischen Staaten wie der Ukraine. Iljin hatte davon geträumt, dass „Russland als geistiger Organismus nicht nur allen orthodoxen Nationen und nicht nur allen Nationen der eurasischen Landmasse dienen sollte, sondern allen Nationen der Welt“. In einem dritten Artikel, veröffentlicht am 27. Februar 2012 in Moskowskije Nowosti, prophezeite Putin, Eurasien werde die Europäische Union überwinden und deren Mitglieder in ein größeres Gebilde integrieren, das „von Lissabon bis Wladiwostok“ reichen werde.

Als Putin 2012 an die Macht zurückkehrte, geschah das dank Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die ostentativ gefälscht waren, und wer dagegen protestierte, wurde von ihm als ausländischer Agent beschimpft. Indem Putin dafür sorgte, dass Russland über keinerlei Möglichkeit mehr verfügte, jemand anderen zu seinem Nachfolger zu machen und das russische Parlament durch eine andere als seine Partei kontrollieren zu lassen, folgte er Iljins Empfehlung. Wahlen waren zu einem Ritual geworden, und diejenigen, die anders dachten, wurden von den Staatsmedien als Verräter gebrandmarkt. Während draußen Bürger gegen den Wahlbetrug protestierten, saß Putin mit dem Faschisten Alexander Prochanow im Studio eines Rundfunksenders und sinnierte: „Können wir davon sprechen, dass sich unser Land nach den dramatischen Ereignissen, zu denen es nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam, vollständig erholt hat und wieder geheilt ist und dass wir nun einen starken gesunden Staat haben? Nein, natürlich ist Russland noch immer ziemlich krank; aber an dieser Stelle müssen wir uns an Ivan Iljin erinnern, der sagte: ‚Ja, unser Land ist noch immer krank, aber wir sind nicht vom Bett unserer kranken Mutter geflohen.‘“

Die Tatsache, dass Putin in diesem Kontext Iljin zitierte, ist sehr bezeichnend, aber die Art und Weise, wie er das tat, wirkt seltsam. Iljin musste Russland verlassen, weil er von der Tscheka vertrieben wurde. Iljin, der sein ganzes Leben lang von einem Zusammenbruch der Sowjetunion träumte, war der Ansicht, KGB-Offizieren (ein solcher war Putin bekanntlich auch) sollte es nach dem Ende der Sowjetunion verboten sein, in die Politik zu gehen. Putins Rückholung der Gebeine Iljins war eine mystische Befreiung von diesem Widerspruch. Sie wurden auf dem Friedhof eines Klosters bestattet, wo die Asche Tausender Sowjetbürger liegt, die vom NKWD (dem Erben der Tscheka und Vorläufer des KGB) erschossen worden waren. Als Putin später diesen Ort besuchte, um an Iljins Grab Blumen niederzulegen, wurde er von einem orthodoxen Mönch begleitet, der die Schergen des NKWD als russische Patrioten und deshalb als gute Menschen betrachtete. Zur Zeit der Wiederbestattung Iljins stand an der Spitze der russisch-orthodoxen Kirche ein Mann, der selbst als KGB-Agent tätig gewesen war.

Wie Kritiker von Iljins zweitem Buch es in den 1920er Jahren formuliert hatten, war der emigrierte Philosoph ein „Tschekist für Gott“. Iljin wurde, körperlich und seelisch, in das Russland zurückgebracht, das er hatte verlassen müssen. Und genau diese Rückkehr war, mit ihrer ganzen Gleichgültigkeit gegenüber Widersprüchen und Missachtung von Tatsachen, der reinste Ausdruck von Respekt für sein Vermächtnis. Kein Zweifel, Iljin war ein Gegner des Sowjetsystems, aber sobald die UdSSR 1991 aufgehört hatte zu existieren, war dieses System Geschichte – und die Vergangenheit war nichts weiter als kognitives Rohmaterial für eine Fiktion ewiger Tugendhaftigkeit. Selbst die Mängel des Sowjetsystems wurden somit zu notwendigen russischen Reaktionen auf die vorangegangene Feindseligkeit des Westens.

In Russland ist Iljin nicht die einzige einheimische Quelle faschistischer Ideen, die von Putin zustimmend zitiert wird, aber seine Werke scheinen die politischen Bedürfnisse am stärksten zu befriedigen und die „geistigen Ressource“ für die kleptokratische Staatsmaschinerie zu liefern. Als sich der russische Staat 2017 schwer damit tat, der bolschewistischen Revolution vor 100 Jahren zu gedenken, wurde Iljin zu ihrem heroischen Widersacher befördert. In einem Fernsehdrama über die Revolution prangerte er das Übel an, den Russen gesellschaftlichen Fortschritt zu versprechen.

Die anhaltende russische Kampagne gegen die „Dekadenz“ der Europäischen Union steht im Einklang mit Iljins Weltbild, genauso wie die betonte Männlichkeit von Putins Russland. Iljin sexualisierte, was er als ausländische Bedrohungen erlebte. Er bezeichnete Russland zunächst als Homosexuellen, unterzog sich dann mit seiner Freundin einer Therapie und gab schließlich Gott die Schuld. Putin ließ sich jahrelang in männlichen Posen ablichten, ließ sich dann von seiner Frau scheiden und gab der Europäischen Union die Schuld an der Homosexualität in Russland.

Als sich die Ukrainer Ende 2013 versammelten, um eine europäische Zukunft für ihr Land zu fordern, beschworen russische Medien das Gespenst einer „Homodiktatur“. Iljins Argumente waren überall, als russische Truppen 2014 mehrfach in die Ukraine eindrangen. Als die Soldaten im Januar 2014 ihren Einberufungsbefehl für den Einmarsch auf der Krim erhielten, erhielten alle höheren Beamten und die Regionalgouverneure ein Exemplar von Iljins Unsere Aufgaben. Nachdem die russischen Truppen die Krim besetzt hatten und das russische Parlament für die Annexion gestimmt hatte, zitierte Putin Iljin erneut als Rechtfertigung.

Iljin wollte der Prophet unseres Zeitalters sein, des postsowjetischen Zeitalters, und vielleicht ist er das auch. Sein Nichtglauben an diese Welt ermöglicht es der Politik, sich in einer fiktionalen Welt zu vollziehen. Er machte aus der Gesetzlosigkeit eine Tugend, so rein, dass sie unsichtbar ist, und so absolut, dass sie die Zerstörung des Westens fordert. Er zeigt uns, wie Kleptokraten Unschuld heucheln, wie fragile Männlichkeit Feinde erzeugt, wie ein pervertiertes Christentum Barmherzigkeit verweigert und wie faschistische Ideen Eingang in moderne Medien finden. Das ist nicht mehr nur russische Philosophie. Das ist Amerika heute.

Timothy Snyder ist Richard C. Levin Professor of History an der Yale University and ein Permanent Fellow am IWM.

 

Ich danke Pawel Gawriljuk, Klaus Nellen, Randall Poole und Marci Shore für ihre Kommentare und Mary Gluck dafür, dass sie mich an die Dialektik erinnert hat. Die Interpretationen Iljins stammen von mir.

Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn

Dieser Artikel erschien zuerst englisch im New York Review of Books (5. April 2018). Wir danken dem Autor und der der Redaktion für die Erlaubnis zur Übersetzung.

 

Anmerkungen

[1] Unsere Aufgaben. Aufsätze 1948 – 1954 (russisch), Paris 1956.

[2] Iwan Iljin, „Die Begriffe von Recht und Macht“, in: Archiv für systematische Philosophie, Neue Folge der Philosophischen Monatshefte, Bd. 18, Berlin 1912. In der deutschen Fassung betont Iljin, dass er Macht” als „Artbegriff zu ‚Kraft‘ (entelecheia)“ verstehe. Vgl. http://www.gleichsatz.de/b-u-t/can/rec/iljin1recmac.html und http://www.gleichsatz.de/b-u-t/can/rec/iljin2recmac.html.

[3] Iwan Iljin: Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse, Neuauflage, hg. und mit einem Vorwort von Adorján Kovács, Edition Hagia Sophia, Wachtendonk 2018.

 

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    John Gray is Professor of European Thought at the London School of Economics.   Print

  • Rainer Gries

    Rainer Gries lehrt und forscht als Universitätsprofessor am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena, am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien sowie an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Zu seinen Forschungsschwerpuntken zählen u.a. die Gesellschaftsgeschichte Deutschlands und Österreichs im 20. Jahrhundert und die Geschichte des Konsums in Europa.   Print

  • Eva Hahn

    Geschichte
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  • Gábor Halmai

    Professor of Law, Department of European Studies; Eötvös Loránd University, Budapest
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  • Elemer Hankiss

    Professor für Politikwissenschaft, Eötvös Lorand Universität, Budapest; Korrespondierendes Mitglied des IWM
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  • Miklós Haraszti

    Miklós Haraszti is a writer, journalist, human rights advocate and university professor. He served the maximum of two terms as the OSCE Representative on Freedom of the Media from 2004 to 2010. Currently he is Adjunct Professor at the School of International and Public Affairs of Columbia Law School, New York. Haraszti studied philosophy and …
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  • Sabine Hark

    Sabine Hark forscht an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam, Professur für Frauenforschung.   Print

  • Annemieke Hendriks

    Freelance journalist, Berlin
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  • Charles Hirschman

    Charles Hirschman is Boeing International Professor at the Department of Sociology and the Daniel J. Evans School of Public Affairs, Washington University.     Print

  • Jennifer L. Hochschild

    Jennifer L. Hochschild is Professor of Government at the John F. Kennedy School of Government, and Professor of African and African-American Studies at the Faculty of Arts and Sciences, Harvard University.   Print

  • Yaroslav Hrytsak

    History, Central European University Budapest
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  • Richard Hyman

    Richard Hyman ist Professor für Politikwissenschaft an der London School of Economics.   Print

  • Vladislav Inozemtsev

    Professor of Economics at Higher School of Economics; Director, Centre for Post-Industrial Studies, Moscow
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  • Bruce P. Jackson

    Bruce P. Jackson is the founder and President of the Project on Transitional Democracies. The Project is a multi-year endeavour aimed at accelerating the pace of reform in post-1989 democracies and advancing the date for the integration of these democracies into the institutions of the Euro-Atlantic. Jackson has written extensively about the engagement of Russia …
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  • Tom Junes

    Visiting Researcher, Warsaw University, and Visiting Lecturer in Polish history, KULeuven, Belgium
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  • Alex J. Kay

    Alex J. Kay holds a PhD in History from the Humboldt University Berlin.   Print

  • Anatoly M. Khazanov

    Anatoly M. Khazanov ist Professor für Anthropologie an der University of Wisconsin, Madison.   Print

  • Cornelia Klinger

    Professor of Philosophy, University of Tübingen
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  • Gudrun-Axeli Knapp

    Professor of Social Sciences and Social Psychology, University of Hannover
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  • Jacek Kochanowicz

    Jacek Kochanowicz is Professor for Economic History at Warsaw University.       Print

  • Michal Kopecek

    International Relations, Charles University Prague
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  • János Kornai

    János Kornai is Prof. em. for Economics  at Harvard University and Permanent Fellow at the Collegium Budapest – Institute for Advanced Study. He is a member of the Hungarian Academy of Sciences and the Academia Europeae, and Foreign Member of the American, British, Bulgarian, Finnish, Russian and Swedish Academies. He has served as President of …
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  • Bilyana Kourtasheva

    Post-Doc in Theory and History of Literature, New Bulgarian University, Sofia
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  • János Mátyás Kovács

    IWM Permanent Fellow
    Lecturer, Department of Economics, Eötvös Lorand University, Budapest
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  • Ivan Krastev

    IWM Permanent Fellow
    Chair of the Board, Centre for Liberal Strategies, Sofia
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  • Yustyna Kravchuk

    PhD candidate in Film and Media Studies, National Academy of Sciences of Ukraine, Kyiv
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  • Jacek Kucharczyk

    Jacek Kucharczyk ist Head of Programs am Institute of Public Affairs in Warschau.   Print

  • Aleksander Kwasniewski

    Aleksander Kwasniewski war Präsident Polens. Seine Amtszeit verlief von 1995 bis 2005 über zwei Legislaturperioden.   Print

  • Mladen Lazic

    Professor of Sociology, University of Belgrade
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  • Claus Leggewie

    Professor für Politikwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Giessen
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  • André Liebich

    Honorary Professor of International History and Politics, Graduate Institute, Geneva
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  • Burkhard Liebsch

    Burkhard Liebsch ist Professor für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum.   Print

  • Michal Luczewski

    Ph.D. candidate in Sociology, Warsaw University
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  • Charles S. Maier

    Charles S. Maier ist Direktor des Center for European Studies, Harvard University.   Print

  • Andrey Makarychev

    Andrey Makarychev ist Professor und Research Fellow am Institut Osteuropäische Studien an der Freien Universität Berlin.   Print

  • Michał Maciej Matlak

    Ph.D. candidate, Department of Political and Social Sciences, European University Institute, Florence
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  • Erik Meyer

    Erik Meyer ist seit 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich ‘Erinnerungskulturen’ an der Justus-Liebig Universität Gießen.   Print

  • Krzysztof Michalski

    IWM Founding Rector
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  • Hans J. Misselwitz

    Hans-Jürgen Misselwitz ist ein deutscher SPD-Politiker und Gründungsmitglied des Instituts Solidarische Moderne.   Print

  • Alessandro Monsutti

    Alessandro Monsutti is an associate professor of anthropology and development sociology at the Graduate Institute of International and Development Studies in Geneva, as well as research associate at the Refugee Studies Centre at the University of Oxford. He worked as a consultant for several nongovernmental and international organizations, icnluding UNHCR. His book War and Migration: Social Networks …
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  • Jan-Werner Müller

    Professor of Politics, Princeton University

    Visiting Fellow
    (September 2016 – August 2017)
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  • Rainer Münz

    Professor für Bevölkerungswissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin; Korrespondierendes Mitglied des IWM
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  • Sighard Neckel

    Professor of Sociology, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
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  • Katherine Newman

    Katherine S. Newman is the James B. Knapp Dean of The Zanvyl Krieger School of Arts and Sciences. She is a widely published expert on poverty and the working poor who led major interdisciplinary initiatives at Princeton and Harvard universities.     Print

  • Pierre Nora

    Pierre Nora lehrt Geschichte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris.   Print

  • Tereza Novotna

    Political Science, Boston University
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  • Ewald Nowotny

    Ewald Nowotny is Governor of the Austrian National Bank.   Print

  • Thomas Nowotny

    Thomas Nowotny teaches Political Science at the University of Vienna. He has been Austrian diplomat, private secretary to Austrian Chancellor Bruno Kreisky, senior political counselor to the European Bank for Reconstruction and Development, and consultant to the OECD.   Print

  • Vlad Odobescu

    Freelance journalist, Romanian Centre for Investigative Journalism, Bucharest
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  • Andrzej Paczkowski

    Professor für Geschichte, Institut für Politische Studien, Polnische Akademie der Wissenschaften, Warschau
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  • Emilia Palonen

    Politics, University of Essex
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  • Irina Papkova

    Irina Papkova is a Research Fellow of Georgetown University’s Berkley Center for Religion, Peace, and World Affairs. She spent five years teaching at the Department of International Relations and European Studies at Central European University, Budapest.   Print

  • Agnieszka Pasieka

    Ph.D. in Social Anthropology from the Martin Luther University, Halle/Saale
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  • Gleb Pavlovsky

    President, Center of Effective Policies; Member, Public Chamber of the Russian Federation; Editor-in-Chief, The Russian Journal, Moscow

    Guest, Russia in Global Dialogue
    (November 2017)
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  • György Péteri

    Professor of Contemporary European History, Norwegian University of Science and Technology, Trondheim
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  • Tanja Petrovic

    Tanja Petrovic works at the Scientific Research Center of the Slovenian Academy of Sciences and Arts, Ljubljana.   Print

  • David Petruccelli

    PhD candidate in History, Yale University
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  • Alexander von Plato

    Alexander von Plato ist ein deutscher Philosoph und Historiker. Er gründete das Instituts für Geschichte und Biographie an der Fernuniversität Hagen, das er bis 2007 leitete. Von 1996 bis 2000 war er Sekretär der International Oral History Association, von 2006 bis 2008 deren Vizepräsident. Er ist Mitherausgeber und Redakteur von BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral …
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  • Andrei Pleșu

    Andrei Pleșu ist Rektor des New Europe College, Bukarest. 1989- 1991 war er rumänischer Kulturminister und 1997- 1999 rumänischer Außenminister.   Print

  • Martin Pollack

    Martin Pollack, geb. 1944 in OÖ, studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte. Er war von 1987 bis 1998 Redakteur des “Spiegel” in Warschau und Wien und lebt heute als Schriftsteller und literarischer Übersetzer in Wien und Bocksdorf im Südburgenland. 2011 erhielt er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 2012 den Stanislaw-Vincenz-Preis. Zuletzt erschien von ihm …
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  • Krzysztof Pomian

    Krzysztof Pomian is Professor of History at the Nicolaus Copernicus University (Toruń) and Academic Director of the Museum of Europe in Brussels.   Print

  • Romano Prodi

    Romano Prodi war von September 1999 bis November 2004 Präsident der Europäischen Kommission.   Print

  • Lipin Ram

    PhD candidate and teaching assistant in Anthropology and Sociology of Development, Graduate Institute, Geneva
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  • Mykola Riabchuk

    Senior Research Fellow, Institute of Political and Nationalities’ Studies, Academy of Sciences, Kyiv
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  • Edelbert Richter

    Edelbert Richter ist deutscher Theologe, Politiker und war Mitglied des Deutschen Bundestages.   Print

  • Paul Ricoeur

    Paul Ricoeur ist Philosoph und war Professor Emeritus an der University of Chicago und an der Sorbonne. Er war Mitglied der Académie Francaise und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des IWM. Er starb 2005.   Print

  • Michel Rocard

    Michel Rocard, former First Secretary of the French Socialist Party and a member of the European Parliament for 15 years, was Prime Minister of France from 1988 to 1991.   Print

  • Akos Rona-Tas

    Akos Rona-Tas is professor at the Sociology Department of the University of California, San Diego and a research associate at Met@risk, INRA, Paris. He is the author of the books Plastic Money: Constructing Markets for Credit Cards in Eight Postcommunist Countries (with Alya Guseva, 2014) and Surprise of the Small Transformation: Demise of Communism and …
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  • Lew Rubinstein

    Lew Rubinstein lebt als Poet und Essayist in Moskau. Nach dem Studium der Philologie war er als Bibliothekar tätig. Seit Ende der 1960er-Jahre verfasst er poetische Arbeiten, seit 1974 serielle Textzyklen als so genannte Kartotheken. Zusammen mit Andrej Monastyrskij, Dimitrij A. Prigov und Vladimir Sorokin gilt er als wichtigster Vertreter des Moskauer Konzeptualismus. Print

  • Jacques Rupnik

    Geschichte und Politikwissenschaft, Paris
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  • Claudia Šabic

    Claudia Šabi? ist Politikwissenschaftlerin und Ethnologin. Seit 1998 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Print

  • Ranabir Samaddar

    Distinguished Chair in Migration and Forced Migration Studies, Calcutta Research Group

    Guest
    (March - April 2018)
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  • Paul Sanders

    Paul Sanders is a historian and management scholar. He is a full-time professor at Reims Management School in Reims, France. He has published across the disciplines of history, international relations and leadership.   Print

  • Karl Schlögel

    Karl Schlögel war Professor für Osteuropäische Geschichte zuerst an der Universität Konstanz, dann an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Nach seiner Emeritierung arbeitet er an einer Archäologie des Kommunismus und einer Geschichte des Wolgaraumes. Zurzeit ist er City of Vienna/IFK Fellow am IFK in Wien.     Print

  • Thomas Schmid

    Thomas Schmid is the publisher of the WELT Group, Berlin. He worked for various newspapers, among them as editor of the Frankfurter Allgemeine Zeitung and the Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. From 2006 to 2010 he was Editor-in-Chief of Die Welt.   Print

  • Margit Schratzenstaller

    Margit Schratzenstaller is senior researcher at the Austrian Institute of Economic Research (WIFO) and is currently coordinating (together with Karl Aiginger and Stefan Ederer) ‘WWW for Europe’, a 4-year research project within the 7th Framework Program funded by the European Commission.   Print

  • Dieter Segert

    Dieter Segert ist Professor für Transformationsprozesse in Mittel-, Südost- und Osteuropa am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Seit September 2007 ist er Mitglied des Vorstandes des IDM Wien, seit Juni 2008 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.   Print

  • Victoriya Sereda

    Sociologie, Ivan-Franko-Universität, Lviv
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  • Michel Serres

    Michel Serres ist Philosoph und Mitglied der Académie Française.   Print

  • Anton Shekhovtsov

    PhD in Political Science
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  • Marci Shore

    Associate Professor of History, Yale University

    Visiting Fellow
    (June 2018 – August 2019)
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  • Sławomir Sierakowski

    Director, Institute for Advanced Study, Warsaw; Founder, "Krytyka Polityczna" movement
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  • Sara Silverstein

    Ph.D. Candidate in Modern European and International History, Yale University
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  • Ondřej Slačálek

    Assistant Professor of Political Science, Charles University, Prague
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  • Aleksander Smolar

    Political Science, Paris
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  • Timothy Snyder

    IWM Permanent Fellow
    Richard C. Levin Professor of History, Yale University
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  • George Soros

    George Soros is a pioneer of the hedge-fund industry, investor and philanthropist, he is the author of many books, including Financial Turmoil in Europe and the United States: Essays (2012), The Soros Lectures: At the Central European University (2010), The Crash of 2008 and What it Means: The New Paradigm for Finance Markets (2009).   …
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  • Robert Spaemann

    Robert Spaemann ist Professor em. für Philosophie an der Universität München.   Print

  • Pawel Spiewak

    Associate Professor of Sociology, Department of Sociology and Philosophy, Warsaw University
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  • Wilfried Stadler

    Wilfried Stadler ist Unternehmensberater, Wirtschaftspublizist und Honorarprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Bis 2009 war er Vorstandsvorsitzender einer österreichischen Spezialbank für Unternehmensfinanzierung.   Print

  • Rudolf Stamm

    Rudolf Stamm war von 1975 bis 1988 Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung für Osteuropa und Österreich, anschließend bis 1999 für Italien, dann bis zu seiner Pensionierung 2002 für die USA mit Sitz in Washington D.C. Er starb 2010 in der Schweiz. 1985 erscheinen seine NZZ-Reportagen aus Osteuropa in dem Band Alltag und Tradition in Osteuropa. …
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  • Paul Starr

    Paul Starr ist Professor für Soziologie an der Princeton University und Mitherausgeber von The American Prospect. Er ist Pulitzer-Preisträger.   Print

  • Martina Steer

    ÖAW APART Fellow (History)
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  • Kristina Stoeckl

    Research Director
    APART Fellow, Austrian Academy of Sciences; Department of Political Sciences, University of Vienna
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  • Roman Szporluk

    Roman Szporluk is Professor em. of Ukrainian History at Harvard and Professor em. of History at the University of Michigan. He is a foreign member of the National Academy of Sciences in Kiev, Ukraine. His research focuses on modern Ukrainian, Russian, and Polish history, and on Marxism and nationalism in Eastern Europe.   Print

  • Charles Taylor

    IWM Permanent Fellow
    Professor em. of Philosophy, McGill University, Montréal
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  • Maria Teteriuk

    PhD candidate in Mass Communications and senior lecturer in Media Studies, National University of 'Kyiv-Mohyla Academy', Ukraine
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  • Philipp Ther

    Junior Professor of Polish and Ukrainian Studies, Europa-Universität Frankfurt / Oder
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  • Maria Todorova

    Professor of History, University of Illinois at Urbana Champaign
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  • Balázs Trencsényi

    Balázs Trencsényi, Ph.D., is Associate Professor at the Department of History, CEU. His research focuses on the comparative history of political thought in East Central Europe and the history of historiography. He is co-director of Pasts, Inc., Center for Historical Studies at CEU and Associate Editor of the periodical East Central Europe (Brill). He was …
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  • Stefan Troebst

    .
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  • Marius Turda

    Lecturer in the Education Abroad Program, Eötvös Lorand University, Faculty of Humanities, Budapest
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  • Andreas Umland

    Andreas Umland ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Euro-Atlantische Kooperation Kiew sowie Herausgeber der Buchreihe Soviet and Post-Soviet Politics and Society, ibidem-Verlag Stuttgart. Print

  • Victoria Vasilenko

    Assistant Professor of Contemporary History and International Relations, Belgorod National Research University
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  • David G. Victor

    David G. Victor is a Professor at the School of International Relations and Pacific Studies at the University of California, San Diego, where he directs the Laboratory on International Law and Regulation.   Print

  • Harald Welzer

    Harald Welzer ist Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke und Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.   Print

  • Karolina Wigura

    Adjunct of the History of Ideas, University of Warsaw; Co-Editor of Kultura Liberalna
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  • Volodymyr Yermolenko

    Volodymyr Yermolenko is a Ukrainian philosopher and essayist. He has a degree in Political Science from the EHESS, Paris, and teaches at Kyiv Mohyla Academy in Kyiv. He is the author of the book Narrator and Philosopher: Walter Benjamin and his time (2011, in Ukrainian). Print

  • Oksana Zabuzhko

    Free-lance writer, Kiev
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  • Tatiana Zhurzhenko

    IWM Research Director, Russia in Global Dialogue and Ukraine in European Dialogue
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