Stefan Troebst

Stefan Troebst is Professor of East European Cultural Studies at the University of Leipzig and Deputy Director of the Leipzig Centre for the History and Culture of East-Central Europe (GWZO). He is currently leading a research group investigating the impact of Eastern Europe’s conflict history on the development of modern international law.

 

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Der Hitler-Stalin-Pakt 1939 in der europäischen Geschichte und Erinnerung

In den letzten Jahren beansprucht Moskau zunehmend die Deutungshoheit über den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen. Putins jüngste Versuche, den Hitler-Stalin-Pakt zu rehabilitieren, sind ein weitere Schritt in dieser Richtung. Vor dem Hintergrund der Annexion der Krim und der Destabilisierung der östlichen Ukraine mittels verdeckter Operationen und hybrider Kriegsführung sind die Befürchtungen in der Ukraine, aber auch in den baltischen Staaten verständlich, dass Moskau gegenwärtig an die in den späten 1930er Jahre angeblich gängige diplomatische und völkerrechtliche Praxis anknüpft, Einflusssphären auf Kosten staatlicher Souveränität zu definieren.
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Lemkin and Lauterpacht in Lemberg and Later: Pre- and Post-Holocaust Careers of Two East European International Lawyers

© Photo Slider: Adam Jones adamjones.freeservers.com / Wiki Commons
Two of the most prominent and influential international lawyers of the 20th century both studied law at Jan Kazimierz University in the Galician capital, called Lemberg during the Habsburg era and Lwów in interwar Poland. Both were former Jewish activists who in their professional careers focused on crimes against humanity and, in particular, the Holocaust, and both played an important role in Nuremberg in 1945 and 1946. Although the two of them do not seem to have gotten along, their common ‘Galician’ imprint is obvious. And while Lauterpacht had more professional success during his lifetime than Lemkin, the latter gained global prominence posthumously as ‘father’ of the term ‘genocide’.
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Lebendige Erinnerung an die Diktatur
Was Europas Süden und Osten gemeinsam haben

Der französische Politikwissenschaftler Maurice Duverger wurde 1951 europaweit durch das „Duverger’sche Gesetz“ bekannt, demzufolge ein System einfacher Mehrheit in Einerwahlkreisen die Herausbildung eines Zweiparteiensystems begünstigt. Zehn Jahre später jedoch veröffentlichte der 1917 geborene Sozialdemokrat ein mit „De la dictature“ betiteltes Buch, in dem er nicht trockene sozialwissenschaftliche Wahlstatistik trieb, sondern einen emotionalen, gar dramatischen Ton …
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