Annemieke Hendriks

Annemieke Hendriks

Freelance journalist, Berlin

Milena Jesenská Visiting Fellow
(April – June 2013)

Project:

Biography of the Tomato.
Doing Business with Fresh Vegetables in Europe

As a Dutch journalist with sociological background I am writing an investigative non-fiction book about the business with fresh vegetables in Europe. The tomato is used as a metaphor for these fresh food streams. Focusing on various decision makers in the life of the tomato and the absurdities in food processes the story predominantly takes place in the Netherlands, Spain, Romania, Germany and Hungary and to some extend also in Poland, Turkey, Austria, Greece and England.

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Eine Gärtnerfamilie erobert Europa – Teil 4

Gemüsebusiness in den Niederlanden - foto A.Hendriks_web
Warum ist frisches, regionales Gemüse meist Mangelware? Und warum sind niederländische Tomaten meist günstiger als „einheimische“? Im vierten und letzten Teil des Prologs schildert Annemieke Hendriks, wie sich die Landwirtschaft im Brandenburgischen Oderbruch in den letzten Jahrzehnten auf drastische Weise verändert hat: Während es zu DDR-Zeiten eine gewisse Vielfalt an regionalen Produkten gab, hat die Wende in der Energiepolitik – gepaart mit Grundstücksspekulationen und Land Grabbing – zu einer regelrechten „Vermaisung“ der Felder geführt. Obwohl die Nachfrage nach regionalen Produkten heute größer denn je ist, wird im Oderbruch kaum noch Frischgemüse produziert – eine der vielen Ungereimtheiten und Absurditäten der heutigen Nahrungsmittelproduktion, die Annemieke Hendriks in ihrer geplanten „Biografie der Tomate – Vom Samen bis zum Superstar auf dem europäischen Markt“ beschreibt.
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Der Untergang des regionalen Gartenbaus – Wo ist es nur, das Frischgemüse für Berlin?

Gemüsebusiness in den Niederlanden - foto A.Hendriks_web
2014, Mitte Januar – traditionell ein Moment des Feierns: In der Manschnower Fontana-Gärtnerei sind die ersten Tomatenstecklinge der Saison ins Gewächshaus geleitet worden. „Gepflanzt“ würde irgendwie komisch klingen, denn sie werden in Packungen mit modernem Steinwollsubstrat eingesetzt. Das Saatgut dieser Pureza-Tomatensorte stammt aus Holland, berichtet die Märkische Oderzeitung, die diesen fröhlichen Augenblick wie immer treu …
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Eine Gärtnerfamilie erobert Europa – Teil 3

Gläserne Stadt_web
Im dritten Teil des Epilogs erzählt Annemieke Hendriks die bewegte Lebensgeschichte der Niederländerin Helga Kosdi-van Spronsen, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie aus dem deutschen Oderbruch nach Brasilien übersiedelte und erst Anfang der 60er Jahre in die Niederlande emigrierte. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Gergely Kosdi kennen, der aus Ungarn geflohen war und sich als Gurkenzüchter an der Nordseeküste eine neue Existenz aufgebaut hat.
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Daheim an der Nordseeküste. Helga Kosdi-van Spronsen und ihre Odyssee

Gläserne Stadt_web
„Wir? Ach nein. Wir haben in Manschnow nie in einer Villa gewohnt. Hör mal, dafür waren wir viel zu arm.“ Helga Kosdi-van Spronsen hat sich die Fotos einer verfallenen Villa in Manschnow angesehen. Walter Schütz, Sohn eines Gärtners, der in diesem Dorf noch für die van Spronsens gearbeitet hat, wusste, dass das betreffende Gebäude dem …
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Eine Gärtnerfamilie erobert Europa – Teil 2

Walter Schütz
Im Brandenburger dorf Manschow fand die niederländische Familie van Spronsen um 1900 Expansionsmöglichkeiten für den Gartenbau. Dort im Oderbruch erzählt Walter Schütz, was er an Zerstörung im Krieg und im Kommunismus erlebt hat - und dann, unerwartet heftig, nochmals im Kapitalismus.
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‘Klein-Holland’ im Oderbruch. Walter und Frank Schütz in Manschnow

Walter Schütz
„Überreste der Holländer-Gärtnerei? Das sind im Grunde nur noch Ruinen. Bis auf das alte Heizhaus der Spronsen-Familie, das gab es nämlich vor zwei Jahren noch. Aber dann wurde der Schornstein gesprengt, um auf dem Gärtnereigelände eine Kaufhalle zu bauen. Dabei ist dann der Schornstein auf das Heizhaus gestürzt. Und die Kaufhalle ist schließlich gar nicht …
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Eine Gärtnerfamilie erobert Europa – Teil 1

Annemieke Hendriks über das Geschäft mit der Tomate
Die niederländisch-deutsch-ungarische Familie Kosdi-van Spronsen kann auf ein Jahrhundert Gartenbau zurückblicken. Ihre Familienchronik spiegelt die Entwicklungen auf dem europäischen Markt für Frischgemüse wider. Annemieke Hendriks neues Buch "Biografie der Tomate – Vom Samen bis zum Superstar auf dem europäischen Markt (Werktitel) wird im September 2015 auf Niederländisch im Verlag Nieuw Amsterdam erscheinen. Der Prolog des Buchs, eine Familiengeschichte in vier Teilen, wird in deutscher Übersetzung ab sofort wöchentlich auf Transit online vorgestellt.
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Ein Niederländer auf den Spuren seines ungarischen Vaters – Sandor Kosdi in Hajdúdorog

Sandor Kosdis_Portrait_web2
Sandor Kosdi ist Paprikazüchter, was in Ungarn eigentlich ganz normal klingt. Doch das ist es längst nicht mehr. Kosdi, dessen Vater 1956 vor den Sowejpanzern nach Holland geflüchtet war und dort Gurkenzüchter wurde, baut - auf den Spuren seines Vaters - Paprika in der ungarischen Tiefebene für den Export an - von den typisch ungarischen, spitzen, bis hin zu den viereckigen Blockpaprikas. „Ein Leben bestehend aus Sichabrackern und Unsicherheit“, wie er sagt.
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