Seminar zur Digitalisierung von Geschichte

Wie kommen
die Bilder zustande, die wir von weltgeschichtlichen Zeiträumen im Kopf
haben? Mit seiner Synchronoptischen Weltgeschichte hat Arno Peters
1952 eine neue Darstellungsform historischen Wissens vorgelegt. Seine riesige
Weltkarte der Zeit umfaßt fünftausend Jahre Geschichte und wurde
aus dem Stand zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Geschichtssachbüchern
der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Aus dem Buch haben Hans-Rudolf Behrendt, Thomas Burch und Martin Weinmann
ein Computerprogramm entwickelt, das unter dem Titel Der Digitale Peters
(DDP) im April
2010 erschienen ist. Am Rechner wachsen der Kartographie der Zeit neue Visualisierungsmöglichkeiten
zu, die in eine Art Tomographie münden. Auf diese Weise entwickelt sich
die elektronische Publikation eines Werks zur Publikation eines elektronischen
Werkzeugs, einer Geschichtssoftware.
Auf die Präsentation am Montag folgt am Dienstag von
9 bis 12 Uhr unter dem Titel Herodot. Geschichtssoftware ein
kleiner Workshop, auf dem die Autoren über die Perspektiven der Weiterentwicklung
des Programms und mögliche Kooperationen diskutieren. Bei Teilnahme wird
um formlose Voranmeldung gebeten.
Hans-Rudolf Behrendt, Mathematiker, lebt in Köln und ist Mitinhaber
einer seit 1988 bestehenden Computerfirma;
Thomas Burch, Informatiker, seit 1998 Geschäftsführer
des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren
in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier;
Martin Weinmann, Philosoph, lebt in Wiesbaden. Büchermacher,
Autor, Produzent. 1986 Gründung Büro W, bis 2005 Cheflektor beim
Verlag Zweitausendeins.
In Kooperation mit dem Büro
W, Wiesbaden

www.derdigitalepeters.de
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