Buchpräsentation und Podiumsdiskussion
Es diskutieren:
- Christoph Kardinal Schönborn
- Katholischer Theologe, Erzbischof von Wien
- Charles Taylor
- Professor em. für Philosophie, McGill University, Montréal; IWM
Permanent Fellow
Moderation:
- Michael Prüller
- Stv. Chefredakteur, Die Presse
- Krzysztof Michalski
- Rektor des IWM
Der Ort der Religion in der
Gesellschaft hat sich in den
letzten Jahrhunderten dramatisch
verändert. Religion als
überwölbendes Dach ist zu
einer gesellschaftlichen Wertsphäre
neben anderen wie
Politik, Wirtschaft, Kunst oder
Wissenschaft geworden. Wir
leben heute in einer säkularen
Gesellschaft. In seinem nun
auch auf Deutsch erschienenen
opus magnum Ein
säkulares Zeitalter untersucht
der kanadische Philosoph
Charles Taylor, Permanent
Fellow am IWM, den Wandel
von einer Gesellschaft, in
der es nahezu unmöglich
war, nicht an Gott zu glauben,
zu einer Gesellschaft, in der
Glaube nur eine Option ist.
Taylor legt den Fokus seiner
ideengeschichtlichen Rekonstruktion
dabei auf das
westliche Christentum und
setzt der üblichen These von
der „Entzauberung der Welt“
die Überzeugung entgegen,
dass es die Religion selbst war,
die das Säkulare hervorgebracht
hat.
Wie die Religion mit dem
Geist der Säkularisierung,
den sie einst rief und nun
nicht mehr los wird, umgeht,
ob die heutige Welt überhaupt
noch einen Gott braucht, oder
ob sich gegenwärtig sogar
wieder eine Renaissance
der Religiosität beobachten
lässt, darüber wird Charles
Taylor am 9. Juni mit dem
Theologen und Erzbischof
von Wien Christoph Kardinal
Schönborn am IWM diskutieren.
Charles Taylor
Ein säkulares Zeitalter
Suhrkamp Verlag, 2009
In Kooperation
mit dem Suhrkamp
Verlag und Die Presse
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