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The work of the IWM is reflected in a wide variety of publications. Many of them are available in print, others are published digitally and available online.
Publications of Permanent Fellows

Charles Taylor
Ein säkulares Zeitalter
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2009
Was heißt es, daß wir heute in einem säkularen Zeitalter leben? Was ist geschehen zwischen 1500 – als Gott noch seinen festen Platz im naturwissenschaftlichen Kosmos, im gesellschaftlichen Gefüge und im Alltag der Menschen hatte – und heute, da der Glaube an Gott, jedenfalls in der westlichen Welt, nur noch eine Option unter vielen ist?
Um diesen Wandel zu bestimmen und in seinen Folgen für die gegenwärtige Gesellschaft auszuloten, muß die große Geschichte der Säkularisierung in der nordatlantischen Welt von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart erzählt werden – ein herkulisches Unterfangen, dem sich der kanadische Philosoph Charles Taylor in seinem neuen Buch stellt. Mit einem Fokus auf dem »lateinischen Christentum«, dem vorherrschenden Glauben in Europa, rekonstruiert er detailliert die entscheidenden Entwicklungslinien in den Naturwissenschaften, der Philosophie, der Staats- und Rechtstheorie und in den Künsten. Dem berühmten Diktum von der wissenschaftlich-technischen »Entzauberung der Welt« und anderen eingeschliffenen Säkularisierungstheorien setzt er die These entgegen, daß es die Religion selbst war, die das Säkulare hervorgebracht hat, und entfaltet eine komplexe Mentalitätsgeschichte des modernen Subjekts, das heute im Niemandsland zwischen Glauben und Atheismus gefangen ist.

Timothy Snyder
Der König der Ukraine. Die geheimen Leben des Wilhelm von Habsburg
Wien: Zsolnay 2009
August 1947: Ein hochgewachsener Mann wird am Südbahnhof in Wien von Sowjetsoldaten in ein Auto gezerrt und nach Kiew geflogen. Er wird monatelang verhört, ein Jahr später ist er tot. Sein Name: Wilhelm Franz Joseph Karl von Habsburg-Lothringen. In seiner gefeierten Biographie zeichnet Timothy Snyder das Lebensbild des schillernden Erzherzogs und ein bisher verschwiegenes Kapitel aus der Geschichte der Habsburger. Gegen den Willen seines Vaters, des polenfreundlichen Karl Stefan, wählte sich Wilhelm die Ukraine als Land seiner Sehnsucht, zeitweise gab es sogar Pläne, ihn zum König der Ukraine zu machen. Doch er war kein politischer Stratege, seine Zuneigung war eher romantisch-nostalgisch und ließ ihn immer wieder auch dubiose Bundesgenossen wählen. Dazwischen führte er das Leben eines bisexuellen Bonvivants - bis ihn der Zweite Weltkrieg wieder auf die Bühne der Weltgeschichte zurückführte und schließlich in die Keller von Stalin, wo er sein Ende fand.

Cornelia Klinger (Hg.)
Perspektiven des Todes in der modernen Gesellschaft
(Wiener Reihe. Themen der Philosophie, Band 15) Wien: Böhlau 2009
Das invariante Faktum von Sterblichkeit und Tod ist offen für fast unendlich viele Varianten von Verhaltens- und Handlungsweisen, von Deutungen und Sinnstiftungen. Der Band versammelt Beiträge aus verschiedenen Bereichen – von Theologie und Philosophie über Sozial- und Kulturwissenschaften bis hin zur Medizin. So entsteht ein Spektrum unterschiedlicher Perspektiven auf das Phänomen des Sterbens und Tötens in der modernen Gesellschaft. Die Frage nach dem Ende des Lebens ist zugleich eine Frage nach der Grenze des Wissens und der Diskurse nach der Verfasstheit des Wissens. Das Buch leistet einen Beitrag zur Diskussion des Todesverständnisses der Gegenwart und gibt Anregungen zur Bewusstseins- und Willensbildung, zu gesellschaftlichen und individuellen Entscheidungsfindungen. Mit Beiträgen von Hubertus von Amelunxen/Dieter Appelt, Anna Bergmann, Ulrike Brunotte, Iris Därmann, Terry Eagleton, Kathleen M. Foley, Alois Hahn/Matthias Hoffmann, Hanfried Helmchen/Hans Lauter, Eberhard Jüngel, Gabriela Kiliánová, Cornelia Klinger, Oliver Krüger, Christoph Markschies, Hans-Ludwig Schreiber.

Cornelia Klinger, Gudrun-Axeli Knapp (Hg.)
ÜberKreuzungen. Fremdheit, Ungleichheit, Differenz
(Forum Frauen- und Geschlechterforschung, Band 23) Münster: Westfälisches Dampfboot 2008
ÜberKreuzungen zwischen unterschiedlichen Formen von Ungleichheit, Herrschaft und Differenz stehen im Zentrum der jüngeren Geschlechterforschung. Welche Kategorien sozialer Strukturierung sind wesentlich für ein Verständnis der modernen Gesellschaft? Welche Folgen hat die soziale Heterogenität der Genus-Gruppe „Frauen“ für feministische Kritik und Politik? Wie lassen sich Wechselbezüge zwischen Klasse, Geschlecht/ Sexualität, Ethnizität analysieren? Wie kann das Zusammenspiel ökonomischer, sozialer, kultureller und psychischer Prozesse im Blick auf die unterschiedlich verfassten Achsen sozialer Ungleichheit am besten begriffen werden? Die Autorinnen des Bandes nähern sich diesen Fragen von unterschiedlichen Theorietraditionen her auf der Suche nach einer intersektionellen Perspektive. Es schreiben u.a. Regina Becker-Schmidt, Kathy Davis, Cornelia Klinger, Gudrun-Axeli Knapp, V. Spike Peterson, Birgit Sauer und Stefanie Wöhl, Christine Weinbach.

Cornelia Klinger, Gudrun-Axeli Knapp, Birgit Sauer (Hg.)
Achsen der Ungleichheit. Zum Verhältnis von Klasse, Geschlecht und Ethnizität
Frankfurt a.M.: Campus 2007
Gesellschaftliche Ungleichheit wurde lange Zeit vor allem anhand von »Klasse« thematisiert. Inzwischen hat sich der Fokus um andere Konfliktlinien erweitert. In diesem Band werden die unterschiedlichen Relationen von Ungleichheit in den Dimensionen von Klasse, Geschlecht und Ethnizität bestimmt und in einen gesellschaftstheoretischen Horizont gestellt.
Mit Beiträgen von Brigitte Aulenbacher, Regina Becker-Schmidt, Mechthild Bereswill, Hans- Jürgen Bieling, Wolfgang Gabbert, Christoph Görg, Sabine Hark, Lars Kohlmorgen, Helga Krüger, Sybille Küster, Helma Lutz, Shalini Randeria, Markus Schroer und Thomas Schwinn.

Mieke Verloo (ed.)
Multiple Meanings of Gender Equality.
A Critical Frame Analysis of Gender Policies in Europe
Budapest: CEU Press 2008
This book aims to map the diversity of meanings of gender
equality across Europe and reflects on the contested concept
of gender equality. In its exploration of the diverse meanings
of gender equality it not only takes into account the existence
of different visions of gender equality, and the way in which
different political and theoretical debates crosscut these
visions, but also reflects upon the geographical contexts in
which visions and debates over gender equality are located.
The contextual locations where these visions and debates take
place include the European Union and member states such
as Austria, the Netherlands, Hungary, Slovenia, Greece, and
Spain. In all of these settings, the different meanings of gender
equality are explored comparatively in relation to the issues of
family policies, domestic violence, and gender inequality in
politics, while specific national contexts discuss the issues of
prostitution (Austria, Slovenia), migration (the Netherlands),
homosexual rights (Spain), and antidiscrimination (Hungary).
The multiple meanings of gender equality are studied through
Critical Frame Analysis, a methodology that builds on social
movement theory and that was refined further with elements
of gender and political theory within the context of the
MAGEEQ research project.
The policy frames analyzed express particular representations
of what the problem of gender inequality is and what the
solution could be. They also include traces about how gender
and other inequalities are conceptualized; who has/should
have a voice in the framing of gender equality problems and
solutions; for whom is gender inequality seen to be a problem;
who is represented as the normative group; and who are
the target groups of the policy measures proposed. In the
discussion of the different ways of framing gender equality
in Europe, each chapter will provide insights on the ongoing
theoretical and political debate about “what is gender
equality?”, disclosing the visions, debates, and contexts that
move around and contribute to shape such a complex and
contested concept.

Krzysztof Michalski (ed.)
Conditions of European Solidarity
Vol. I: What Holds Europe Together?
Budapest/New York: Central European University Press, 2006
ISBN 963-7326-47-2 cloth
ISBN 963-7326-48-0 paperback
The enlarged European Union faces the greatest challenge in its history. It seems that the older forces that animated European integration are no longer able to provide political cohesion. What can hold Europe together in the future? Does Europe's common culture offer a new source of energy? What moral concepts, what traditions, what goals are capable of bringing together the Union's inhabitants in a common democratic polity? Renowned international scholars, intellectuals and politicians discuss the question of how a truly European solidarity can be established in a Union full of diversities and inequalities.

Krzysztof Michalski (ed.)
Conditions of European Solidarity
Vol. II: Religion in the New Europe
Budapest/New York: Central European University Press
March 2006
ISBN 963-7326-49-9 cloth
ISBN 963-7326-50-2 paperback
In the context of Eastern enlargement and growing migration the issue of Europe’s religions is of particular interest. What is the role of religion in the integration processes within and between European societies? Having learned from their tragic experiences, Europe’s democratic societies have sought over the last two centuries to oust religion from the political sphere. It was not for nothing that it was viewed as a source of contention, rather than unity. This is certainly still often the case today. However, it may be that European religions also have the potential to bring the people of Europe closer together, instead of dividing them further. The contributions to the present volume take a close look at this issue. Particular attention is paid to the role of Islam in the European public sphere.

- Krzysztof Michalski (Hg.)
Woran glaubt Europa?
- Wien: Passagen Verlag 2007
Die erweiterte Europäische Union sieht sich mit der größten Herausforderung ihrer Geschichte konfrontiert. Es scheint, dass die alten Kräfte, welche die europäische Integration vorangetrieben haben, nicht länger in der Lage sind, politischen Zusammenhalt zu stiften. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Religion?
Entzweit sie die Menschen oder kann sie zu einer neuen europäischen Solidarität beitragen? Das Buch bietet eine einzigartige interdisziplinäre Sammlung von Aufsätzen namhafter internationaler Wissenschaftler und Autoren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle des Islam in Europa.
Mit Beiträgen von Peter L. Berger,José Casanova, Abdessalam Cheddadi, Alessandro Ferrara, Nilüfer Göle, Danièle Hervieu-Léger, David Martin, Tariq Modood, Olivier Mongin / Jean-Louis Schlegel, Bhikhu Parekh, Andrea Roedig, Olivier Roy und Charles Taylor.

Krzysztof Michalski
Plomien wiecznosci.
Eseje o myslach Fryderyka Nietzschego
(Die Flamme der Ewigkeit. Essays zum Denken F. Nietzsches)
Cracow: Znak 2007
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