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Transit
EUROPÄISCHE REVUE
Heft 33
(Sommer 2007)
Tod in der modernen Gesellschaft
Death in Modern Society
Unter den Bedingungen des Planeten Erde wird zu allen Zeiten und an allen
Orten gestorben. Dennoch hängt die Frage, was es heißt zu sterben,
in hohem Maße davon ab, an welchem Ort und zu welcher Zeit dies geschieht.
Das invariante physiologische Faktum ist offen für fast unendlich viele
Varianten von Deutungen, Verhaltens- und Handlungsweisen. Die Frage nach dem
Tod ist eine Grundfrage, insofern als sie zugleich die Frage nach dem Leben
enthält. In den Antworten spiegelt sich jeweils ein Konzept, ein Begriff,
eine Vision der conditio humana wider. Die Artikel zum Schwerpunkt "Tod" im
vorliegenden Heft sollen zu einer Theorie des Todesverständnisses und
seiner gesellschaftlichen Auswirkungen beitragen.
- Cornelia Klinger
- Die Bedeutung des Todes in der heutigen Gesellschaft
The Meaning of Death in Modern Society
- Alois Hahn und Matthias Hoffmann
- Der Tod und das Sterben als soziales Ereignis
Death and Dying als Social Facts
- Hans-Ludwig Schreiber
- Tod und Recht
Death and Law
- Hanfried Helmchen und Hans Lauter
- Leiden, Sterben und Tod aus ärztlicher Sicht
Suffering, Dying and Death from the Perspective of Medical Care
- Ulrike Brunotte
- Martyrium, Vaterland und der Kult der toten Krieger
Martyrdom, Patria and the Cult of Dead Warriors
- Oliver Krüger
- Tod und Unsterblichkeit im Posthumanismus und Transhumanismus
Death and Immortality in Post- and Transhumanism
- Vera Koubova
- "Ich bleibe. Ihr geht." Photographien
"I stay. You leave". Photographies
Philosophie und Dissidenz - Jan Patocka zum 100. Geburtstag
Philosophy and Dissidence: Homage to Jan Patocka
Der tschechische Philosoph Jan Patocka gilt heute als einer der interessantesten
Vertreter der zweiten Generation von Phänomenologen nach Husserl und Heidegger,
bei denen er in den 30er Jahren in Freiburg studierte. Er verband sein phänomenologisches
Denken in innovativer Weise mit Fragen von Politik und Geschichte, Kunst und
Literatur. Patocka war Mitbegründer und erster Sprecher der Bürgerrechtsbewegung Charta
77 . Am 13. März 1977 starb er nach einer Reihe von Polizeiverhören.
Die Bedeutung seines Werks für das politisch-historische Selbstverständnis
Europas wird erst heute sichtbar. Im Jahre 2007 feiern wir nicht nur Patockas
hundertsten Geburtstag, auch sein Todestag und die Veröffentlichung der Charta
77 jähren sich zum dreißigsten Mal. Anlässlich dessen
präsentiert das Heft eine Hommage an den tschechischen Denker und Bürgerrechtler.
- Jan Patocka
- Was die Charta 77 ist und was sie nicht ist
What the Charter 77 is, and what it isn't
- Vaclav Havel
- Was bleibt von der Charta 77?
What Remains of Charter 77?
- Jan Sokol
- Jan Patocka und die Charta 77
Jan Patocka and Charter 77
- Jacques Rupnik
- Das Erbe der Charta 77 und die Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit
The Legacy of Charter 77 and the Emergence of a European Public
Space
- Nathanaël Dupré la Tour
- „Rückkehr nach Europa“
"Return to Europe"
- Rudolf Stamm
- Sanfter Widerstand in Prag. Zwei Dissidenten-Porträts
Soft Resistance: Two Portraits of Dissidents
Populismus
Populism
Der dritte Schwerpunkt des Heftes ist dem Phänomen des Populismus gewidmet,
der heute ein gesamteuropäisches Phänomen darstellt, sich jedoch,
anders als in den dreißiger Jahren, nicht als Alternative zur Demokratie
sieht und im Rahmen der Europäischen Union agiert. Der Aufstieg des illiberalen
Populismus ist der eigentliche Test für die vieldiskutierte „Aufnahmekapazität“ der
EU.
- Jacques Rupnik
- Populismus in Ostmitteleuropa
Populism in East Central Europe
- Jacek Kochanowicz
- Politische Landschaft Polens am Anfang des 21. Jahrhunderts
The Political Landscape of Poland at the Beginning of the 21st Century
- Ivan Krastev
- Die Stunde des Populismus
The Populist Moment
Das Heft beschließen ein Artikel über europäische
Erinnerungspolitik - ein in dieser Zeitschrift immer wieder diskutiertes
Thema - und ein Essay über das Verhältnis von Nihilismus
und Religion.
- Jan Werner Müller
- Europäische Erinnerungspolitik Revisited
European Politics of Memory Revisited
- Krzysztof Michalski
- Nihilismus: Ein Ort für Gott
Nihilism: A Place for God
Tr@nsit 33
- Jacques Rupnik
- Populism in Eastern Central Europe
- Jacek Kochanowicz
- Right Turn
Polish Politics at the Beginning of the Twenty-first Century
- Ivan Krastev
- The Populist Moment
- Claus Leggewie
- Equally Criminal?
Totalitarian Experience and European Memory
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