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Religion in the Public Sphere

Transit

Kein Hopenhagen
Zur Rettung des Planeten vor der drohenden Klimakatastrophe hat es nicht ganz gereicht, Kopenhagen ist kein Hopenhagen geworden. Beim Weltklimagipfel, der am 18. Dezember zu Ende ging, konnten sich die 192 teilnehmenden Nationen auf kein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll einigen. Aber immerhin, die UN-Konferenz hat das Thema Klimawandel auf die globale Agenda gesetzt. Was in der Klimapolitik getan werden muss, und wo ihre Grenzen liegen diskutierte bereits das vierte European Challenges Forum von IWM und Robert Bosch Stiftung: Noch vor dem großen Gipfel in Kopenhagen trafen sich am 20. und 21. November in Wien Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer aus Deutschland, Österreich und Polen um über die sozialen und politischen Konsequenzen des Klimawandels zu sprechen. Wo Konsens besteht und wo die Streitpunkte zwischen den einzelnen Ländern liegen, können Sie jetzt im Konferenzbericht nachlesen und ab Januar in der nächsten IWMpost in zwei Gastbeiträgen von Pawel Swieboda und Franz Fischler. Da hofft die Welt dann schon auf den nächsten Klimagipfel, im November 2010 in Mexiko-City.
Geteilte Geschichte
Europa muss seine Geschichte neu schreiben. Auch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall verläuft auf der Landkarte der Erinnerungen eine Grenze zwischen Ost und West. Im Mittelpunkt des neuen Transit 38 steht die geteilte Geschichte des vereinten Europa. Ausgehend von Timothy Snyders Neukartographierung der von den Regimen Hitlers und Stalins begangenen Massenverbrechen wird deutlich, dass Osteuropa von 1933 bis 1944 das geographische, moralische und politische Zentrum des Terrors bildete. Dies – und die damit verbundenen Traumata – endlich anzuerkennen, ist der erste Schritt zu einer gemeinsamen europäischen Geschichte. Ein weiterer Schwerpunkt fragt nach den politischen und sozialen Herausforderungen der Wende von 1989, illustriert durch emblematische Photographien von Chris Niedenthal. Das Heft schließt mit den Reflexionen des legendären Mitbegründers und Herausgebers des New York Review of Books, Bob Silvers, über die Dilemmata eines Zeitschriftenmachers. Mehr über Transit 38 erfahren Sie hier.
Open Calls
The IWM is announcing open Calls for Application for the following of the Institute’s Fellowship Programs: Paul Celan Fellowships for Translators, which support East-West, West-East and East-East translations of canonical texts as well as contemporary key works in the Humanities, Social Sciences and in the field of Cultural Studies; and a Jozef Tischner Fellowship for junior researchers from Poland and young Polish-American scholars. Further information about all IWM Fellowship Programs you can find here.
Klimafalter
Die Schlagzeilen vor dem großen Klimagipfel in Kopenhagen ändern sich fast stündlich und schwanken zwischen Hoffnung und Resignation, Kalmierung und Alarmismus: „China nennt erstmals Klimaziele“, „USA verbreiten Hoffnung für Kopenhagen“, „Klimagipfel als halbe Sache“, „Reiche Länder halten Klimazusagen nicht ein“, „Erderwärmung stärker als erwartet“, „Querschüsse gegen Weltklimavertrag“, „Klimawandel: Kipppunkte bald erreicht“, „Die Zukunft der Erde steht auf dem Spiel“… Der Falter bringt nun Licht ins Dickicht der täglichen Zeitungsmeldungen. Gemeinsam mit dem IWM, das sich seit längerem in der Vortragsreihe "Klimapolitik und Solidarität" des Themas annimmt, hat die Wiener Wochenzeitung Falter eine Beilage zur UN-Klimakonferenz gestaltet. Lesen Sie dort, was in Kopenhagen anders als in Kyoto laufen sollte, wer für Österreich am Verhandlungstisch sitzt, was passiert, wenn in Kopenhagen nichts passiert, wieso es immer noch keine US-Klimapolitik gibt und wie die klimafreundlichen Technologien und Städte der Zukunft aussehen könnten. Den Klimafalter gibt’s ab 2. Dezember in jeder Trafik.
Säkulare Welt
Der Ort der Religion in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrhunderten dramatisch verändert. Religion als überwölbendes Dach ist zu einer gesellschaftlichen Wertsphäre neben anderen, wie Politik, Wirtschaft, Kunst oder Wissenschaft geworden – wir leben heute in einem säkularen Zeitalter. In seinem nun auch auf Deutsch erschienenen opus magnum untersucht der kanadische Philosoph Charles Taylor den Wandel von einer Gesellschaft, in der es nahezu unmöglich war, nicht an Gott zu glauben, zu einer Gesellschaft, in der Glaube nur eine Option ist. Taylor legt den Fokus seiner ideengeschichtlichen Rekonstruktion auf das westliche Christentum und setzt der üblichen These von der „Entzauberung der Welt“ die Überzeugung entgegen, dass es die Religion selbst war, die das Säkulare hervorgebracht hat. Säkularisierung ist für ihn weder als bloße Fortschrittsgeschichte (Rationalitätsgewinn) noch als Verfallsgeschichte (Glaubensverlust) erzählbar. Charles Taylor ist Permanent Fellow am IWM und untersucht die Formen des Religiösen in der Moderne in seinem Forschungsschwerpunkt „Religion und Säkularismus“.
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Upcoming Events
September 21st / 6:00pm
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***Absage***
Peter A. Berger
Rückkehr der Klassengesellschaft?
September 22nd / 2:00pm
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Stefan Auer
Why Boundaries Matter in a Borderless Europe
September 28th / 6:00pm
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Yu Jie
The Incentives, Barriers and Perspectives of China’s National Climate Policy
September 29th / 4:30pm
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ÖAW DOC-Team
Criticizing Science by Politicizing Epistemology and the Body.
October 5th / 6:00pm
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Juliane Rebentisch
Realismus heute.
Kunst, Politik und die Kritik der Repräsentation

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