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Wohl kaum ein Land in Osteuropa wurde von der weltweiten Wirtschaftskrise so hart getroffen wie Ungarn. Mit einem Hilfspaket von 20 Milliarden Euro mussten der Internationale Währungsfonds, die Europäische Union und die Weltbank Ungarn vor dem Staatsbankrott retten. Die Arbeitslosigkeit und die Staatsverschuldung stiegen seit dem Zusammenbruch der Finanzmärkte rasant und eine Erholung der Wirtschaft des Landes scheint auf längere Zeit nicht in Sicht. Das Thema Krise wird auch die anstehenden Parlamentswahlen im April dominieren. Lajos Bokros, Europaparlamentarier und Spitzenkandidat der liberalkonservativen Partei MDF für das Amt des ungarischen Premierministers plädiert daher für umfassende Reformen in der öffentlichen Verwaltung, dem Bildungs- und dem Sozialsystem, sowie für eine Politik der ökonomischen Stabilisierung. Schon einmal, in den 1990er Jahren, hatte Bokros, damals als ungarischer Finanzminister, das Land vor dem wirtschaftlichen Aus bewahrt. Am 12. Februar wird er am IWM in seinem Vortrag „Crisis Management Without Reforms – Hungary Before and After the Elections“ erläutern, wie er Ungarn erneut aus der Krise führen möchte.
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Wie Osteuropa mit der Finanzkrise umgeht, ob Barack Obama auch nach einem Jahr im Amt immer noch der große Hoffnungsträger ist, warum wir heute in einem säkularen Zeitalter leben, ob Nacktscanner und Google unsere Freiheit gefährden, welche Klimapolitik nach Kopenhagen kommt, und noch viele weitere spannende Themen erwarten Sie im Frühjahr und Sommer bei den öffentlichen Veranstaltungen des IWM. Zu Gast sind unter anderem Lajos Bokros, Spitzenkandidat der ungarischen Konservativen, der Washington Post Kolumnist Robert Kagan, Österreichs Außenminister Michael Spindelegger, Seyla Benhabib, Politologin in Yale, der kanadische Philosoph Charles Taylor, der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn, und der „Weltensammler“ Ilija Trojanow. Mit dem aktuellen Programmkalender haben Sie jetzt einen Überblick über alle Vorträge und Debatten der ersten Jahreshälfte am Institut. Der Kalender kann am IWM persönlich abgeholt und hier heruntergeladen werden. Oder einfach bei uns bestellen, und den Kalender regelmäßig und kostenfrei bequem per Post beziehen: Bestellformular |
Perhaps the most lasting legacy of 1989 will turn out to be not democracy’s spread but a revolution in our expectations of democracy. In his lecture „Democracy and Dissatisfaction. How 1989 Changed Our View on Democracy“ on January 26 Ivan Krastev, political scientist and IWM Visiting Fellow, argued that, paradoxically, the post-1989 consensus on democracy undercut the very basic advantage of democratic regimes, while at the same time making democracy triumphant. What democracies suffer from today is the lack of critical debate about merits and disadvantages of democratic regimes. Democracies are not and cannot be “satisfaction machines.” But what democracies do offer dissatisfied citizens is the satisfaction of having the right to do something about their dissatisfaction. Not least, that’s what 1989 has proven. |
20 Jahre ist es her, seit die „samtene Revolution“ die kommunistischen Regime Osteuropas zu Fall brachte. Was damals geschehen ist, und wie die „Wende“ die Welt verändert hat, das haben Adam Michnik, Kurt Biedenkopf, Viktor Orban und Timothy Garton Ash Anfang des Jahres auf Einladung des IWM in der Debatte ”20 Years After 1989” im Wiener Burgtheather diskutiert. Was aber ist nicht eingetreten? Die Konferenz ”The ‚Brave New World’ After Communism“ fragte nach den Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen von damals, der „vergangenen Zukunft“ des Mauerfalls. Wie man sich die postkommunistische Welt vorstellte, können Sie nun zum Abschluss des „Jubiläumsjahres“ auf Tr@nsit_online nachlesen. Vor 20 Jahren hat sich aber auch eine „grüne Revolution“ vorbereitet. Die amerikanische Journalistin Ashley Ahearn hat sich während ihres Aufenthalts am IWM angesehen, was aus dem ehemaligen Eisernen Vorhang geworden ist, und festgestellt, dass buchstäblich Gras über ihn gewachsen ist: Der „Iron Curtain“ ist zu einem „Green Corridor“ geworden. Mehr dazu erfahren Sie hier. |
Zur Rettung des Planeten vor der drohenden Klimakatastrophe hat es nicht ganz gereicht, Kopenhagen ist kein Hopenhagen geworden. Beim Weltklimagipfel, der am 18. Dezember zu Ende ging, konnten sich die 192 teilnehmenden Nationen auf kein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll einigen. Aber immerhin, die UN-Konferenz hat das Thema Klimawandel auf die globale Agenda gesetzt. Was in der Klimapolitik getan werden muss, und wo ihre Grenzen liegen diskutierte bereits das vierte European Challenges Forum von IWM und Robert Bosch Stiftung: Noch vor dem großen Gipfel in Kopenhagen trafen sich am 20. und 21. November in Wien Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer aus Deutschland, Österreich und Polen um über die sozialen und politischen Konsequenzen des Klimawandels zu sprechen. Wo Konsens besteht und wo die Streitpunkte zwischen den einzelnen Ländern liegen, können Sie jetzt im Konferenzbericht nachlesen und ab Januar in der nächsten IWMpost in zwei Gastbeiträgen von Pawel Swieboda und Franz Fischler. Da hofft die Welt dann schon auf den nächsten Klimagipfel, im November 2010 in Mexiko-City. |
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