Überdenken und Eingedenken. Zu Jacques Derridas Religionsbegriff

Tuesday, 15 October 2013, 6:00pm - 8:00pm, IWM library

Jacques Derrida fasste in einem Vortrag mit dem Titel „Foi et savoir“, gehalten im Februar 1994 auf der Insel Capri, seine Besinnung über die Religion und ihre heutigen Gestalten wie in einem Brennpunkt zusammen. Im Rückgriff auf eine mit Derrida im Januar 1996 gehaltene Debatte, setzt der Vortrag von Jean Greisch sich zum Ziel, die Tragweite seiner Thesen aus der Perspektive einer phänomenologisch-hermeneutischen Religionsphilosophie zu erörtern. Insbesondere geht es ihm um die bipolare Kennzeichnung der Religion im Spannungsfeld von Sakralität und Vertrauenswürdigkeit – zwei Bereiche, die heute eine Krise durchmachen, die weit über das Religiöse hinausreicht.

Greisch Jean Greisch studierte Philosophie und Theologie in Luxemburg, Innsbruck und Paris und wurde 1985 zum Doktor der Philosophie promoviert. 1990 folgte die Habilitation an der Universität Straßburg. Er war von 1985 bis 1994 Dekan der Fakultät des Institut Catholique in Paris, wo er den Lehrstuhl für Ontologie und Metaphysik innehatte. Greisch ist Mitglied des Institut International de Philosophie und des Comité Editorial Paul Ricoeur, das dessen literarischen Nachlass verwaltet. Von 2009 bis 2012 war er Guardini Professor für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

 In Kooperation mit dem Institut für Philosophie der Universität Wien und freundlicher Unterstützung des FWF

Anmeldung erbeten unter: events@iwm.at bzw. +43-1-313-58-0