Religionsgeschichte als Religionskritik? David Hume und die Folgen

Thursday, 14 November 2013, 6:00pm - 8:00pm, IWM library
David Humes Buch “A Natural History of Religion” aus dem Jahr 1757 stellt den pionierhaften Durchbruch zu einer Universalgeschichte der Religion dar. Das Besondere dieser Universalgeschichte ist, dass sie sich methodisch aller theologischen Annahmen enthalten will. In seinem Vortrag am IWM geht der deutsche Soziologe Hans Joas erstens der Frage nach, wie es um die Chancen einer solchen Vorgehensweise bestellt ist. Zweitens unterzieht er die von Hume aufgestellten Behauptungen, die die Wissenschaften von der Religion stark beeinflusst haben, einer empirischen Überprüfung. Der dritte Teil des Vortrags widmet sich der vielfältigen Rezeption Humes, insbesondere auch in Deutschland, wo Hume zu einer der “Quellen des Antirationalismus” (Isaiah Berlin) wurde. Dabei geht es Joas weniger um eine Ideengeschichte um ihrer selbst willen, als vielmehr um aktuelle Bezugspunkte und die Frage, wie ein fruchtbares Gesprächs zwischen Gläubigen und Ungläubigen heute aussehen könnte.

Hans Joas_smallHans Joas ist Permanent Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), dem internationalen Forschungskolleg der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sein aktuelles Projekt an der dort etablierten School of History trägt den Titel”Sacralization and Secularization”. Davor leitete er das Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt.

 

In Kooperation mit dem Institut für Philosophie der Universität Wien, dem Karl-Renner-Institut sowie freundlicher Unterstützung des FWF

Anmeldung erbeten unter: events@iwm.at bzw. +43-1-313-58-0