Rationell für sich und andere sorgen – geht das?

Tuesday, 28 February 2012, 6:00pm - 8:00pm, IWM library

Über die widersprüchliche Rationalisierung der Selbst- und Fürsorge

Vortrag
Reihe: “Sorge – Arbeit am guten Leben”

Kommentar: Sigrid Pilz, Grüne Sprecherin für Gesundheit und Pflege im Wiener Gemeinderat

In der sozialen Arbeit und der Pflege wird kontrovers diskutiert, inwieweit Ökonomie und Ethik miteinander vereinbar sind. Im Alltag werden einerseits Arbeiten der Selbst- und Fürsorge rationalisiert, um sie effizienter zu gestalten. Andererseits stehen Rationalisierung und Effizienzdenken zu den für die Sorgetätigkeit notwendigen Orientierungen im Gegensatz. Der Vortrag beleuchtet ausgewählte historische und gegenwärtige Konstellationen in der Rationalisierung der Selbst- und Fürsorge und beantwortet die Frage, in welcher Weise und um welchen Preis sie erfolgt und wo sich Widersprüche und widerständige Momente zeigen.

Brigitte Aulenbacher, Professorin für Soziologische Theorie und Sozialanalysen, Johannes-Kepler-Universität Linz.

Aktuelle Publikationen:

„Frauen, Männer, Prekarität. Vom fordistischen Versprechen auf Wohlstand zur postfordistischen Reproduktionskrise“, in: Peter Hammerschmidt und Juliane Sagebiel (Hg.), Die Soziale Frage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Schriftenreihe Soziale Arbeit der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München, Neu-Ulm: AG SPAK Verlag, 2011
„What‘s New? Der Wandel der Arbeitsgesellschaft geschlechter- und arbeitssoziologisch begriffen“, in: Michael Frey et al. (Hg.), Perspektiven auf Arbeit und Geschlecht, Transformationen, Reflexionen, Interventionen, München: Rainer Hampp Verlag, 2010

In Zusammenarbeit mit der Grünen Bildungswerkstatt