Ökonomisierung der Sorgearbeit – fürsorgliche Praxis.

Tuesday, 13 March 2012, 6:00pm - 8:00pm, IWM library

Vortrag
Reihe: “Sorge – Arbeit am guten Leben”

Kommentar: Karl Öllinger, Grüner Sozial- und SeniorInnensprecher im Nationalrat.

Die Arbeitsgesellschaft ist allen Voraussagen zum Trotz lebendiger denn je. Zugleich haben sich ihre Krisenerscheinungen akzentuiert. Offenbar lebt unsere Ökonomie von Voraussetzungen, die sie selbst nicht herstellen kann. Zu ihnen gehören insbesondere die Tätigkeiten fürsorglicher Praxis. Was geschieht, wenn diese Tätigkeiten selbst ökonomisiert werden?

Der Vortrag analysiert Arbeit als Schlüsselbegriff für nachhaltige Gesellschaftsentwicklung und die ambivalenten Folgen, die eine Verallgemeinerung der Idee „des Erwerbsbürgers“ mit sich bringt. Erörtert werden die neuen Konflikte, die sich bei ökonomisierter Sorgearbeit ergeben und die Chancen, die in einer Beachtung lebensnotwendiger fürsorglicher Praxis liegen.

Eva Senghaas-Knobloch, Professorin für Arbeitswissenschaft, Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen.

Aktuelle Publikationen:

Unsichtbare Pflegearbeit – Fürsorgliche Praxis auf der Suche nach Anerkennung, mit Christel Kumbruck und Mechthild Rumpf, Berlin/Münster/Zürich/London: LIT Verlag, 2011
Wohin driftet die Arbeitswelt?, Wiesbaden: VS Verlag, 2008

In Zusammenarbeit mit der Grünen Bildungswerkstatt