Neoliberale Modernisierung am Beispiel des österreichischen Care-Regimes

Wednesday, 20 November 2013, 4:00pm - 6:00pm, IWM library
Strukturanpassung, Kostendämpfung, Privatisierung sind nur einige der Schlagwörter, die die gegenwärtige Auseinandersetzung um Fragen der sozialen Sicherheit, der Absicherung im Alter, des steigenden Pflegebedarfs etc. kennzeichnen. Spätestens seit den 1990er Jahren wird von Seiten der Europäischen Union ein Um- bzw. Abbau sozialstaatlicher Leistungen zur Sicherung des sogenannten Europäischen Sozialmodells empfohlen. Die Erfahrungen der letzten beiden Jahrzehnte haben jedoch deutlich gemacht, dass wohlfahrtsstaatliche Reformen keineswegs mit einer schlichten Kürzung oder Reduzierung von Leistungen gleichzusetzen ist. Im Gegenteil, in manchen Bereichen wurden Leistungen und auch soziale Rechte sogar ausgebaut.

Erna AppeltDer Vortrag befasst sich am Beispiel des österreichischen Care-Regimes mit diesen zum Teil widersprüchlichen Entwicklungen und versucht diese im Zusammenhang mit Redimensionierung der europäischen Nationalstaaten zu interpretieren.

Erna Appelt ist Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und Visiting Fellow am IWM.

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