Folter in Syrien

Tuesday, 29 May 2018, 6:00pm - 8:00pm, IWM library
Die Regierung Baschar al-Assads lässt in Syrien systematisch und flächendeckend foltern – nicht nur Oppositionelle und Aktivist_innen und nicht erst seit den Protesten im März 2011. Die internationale Strafjustiz bietet derzeit keine Möglichkeiten, die Verbrechen in Syrien strafrechtlich zu verfolgen. Deshalb ist es die Verantwortung europäischer Strafverfolgungsbehörden, nach dem Weltrechtsprinzip aktiv zu werden.

Nach Deutschland, Schweden und Frankreich soll auch Österreich systematische Ermittlungen zur Folter in Syrien einleiten. Dazu werden Folterüberlebende gemeinsam mit dem Syrian Center for Legal Studies and Research (SCLSR), dem Syrian Center for Media and Freedom of Speech (SCM), dem Center for the Enforcement of Human Rights International (CEHRI) und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien einreichen. Im Fokus der Anzeige stehen Folter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Haftanstalten der syrischen Geheimdienste.

Begrüßung
Wolfgang Petritsch, Vorstandsmitglied, Institut für die Wissenschaften vom Menschen
Hannes Tretter, Center for the Enforcement of Human Rights International
Milos Vec, Rechtshistoriker, Uni Wien; IWM Permanent Fellow

Einführung
Mazen Darwish, Präsident des Syrian Center for Media and Freedom of Speech

Podium
Hanada Al Refai, Aktivistin und Folterüberlebende aus Syrien
Anwar al-Bunni, Syrian Center for Legal Studies and Research
Tatiana Urdaneta Wittek, Center for the Enforcement of Human Rights International
Wolfgang Kaleck, European Center for Constitutional and Human Rights
Karoline Krause (Moderation), KURIER Aussenpolitik

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Arabisch mit Dolmetschung statt.
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