Die metaphysische Bewegung – Das Verhältnis von Philosophie und Politik: Rancière, Platon

Thursday, 22 January 2015, 4:00pm - 5:30pm, IWM library
Im Rahmen dieses Seminars wird Sandra Lehmann ihr 2014 erschienenes Buch Die metaphysische Bewegung. Das Verhältnis von Philosophie und Politik: Rancière, Platon vorstellen und mit Ruth Sonderegger diskutieren.

lehmann2_zoomDie Autorin führt die politische Philosophie Rancières und die Metaphysik Platons zusammen. Ihr Einsatz ist, dass die gegenwärtige politisch-philosophische Theorie eine dezidiert metaphysische Perspektive braucht. »Metaphysik« meint jedoch kein statisches epistemisches Gefüge oder gar eine idealistische »Hinterwelt« (Nietzsche), sondern ist – wie sie anhand von Platons Politeia zeigt – dynamisch zu verstehen.Das Politische ist für Platon im Grunde der Konflikt, den Sokrates mit der Polis austrägt und der mit seiner Hinrichtung endet. Auch bei Rancière findet »Politik« immer da statt, wo öffentlich ein Unrecht moniert und Gerechtigkeit eingefordert wird.

Da Begriffe wie Gerechtigkeit, Ordnung, Störung, Überschreitung, Macht etc. relativ sind, sucht Lehmann ein Bezugssystem, in dem sie ontologisch verankert werden können.

Sandra Lehmann ist Assistentin am Fachbereich für Philosophie der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. Seit dem Jahr 2002 war sie mehrfach als Visiting Fellow am IWM tätig.

Ruth Sonderegger ist Professorin für Philosophie und ästhetische Theorie an der Akademie der bildenden Künste Wien.