Der Geschmack von Asche

Tuesday, 4 March 2014, 6:00pm - 7:30pm, IWM library

der-geschmack-von-asche-085723327“Es ist eine Reise in die Seelenlandschaften der Menschen und die Summe einer zwanzigjährigen Beschäftigung.”

Die Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft in den osteuropäischen Ländern haben in praktisch jeder Familie Fragen aufgeworfen, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs irgendwie beantwortet werden müssen. Diese “posttraumatischen” Störungen in Ländern und Gesellschaften, die nach ihrer Identität suchen, sind das Thema dieses Buchs, das die Autorin Marci Shore gemeinsam mit Martin Pollack am IWM vorstellt.

 

Marci Shore ist Associate Professor of History an der Yale University und IWM Visiting Fellow. Für ihr erstes Buch Caviar and Ashes. A Warsaw Generation’s Life and Death in Marxism, 1918-1968 wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Fraenkel Prize in Contemporary History und dem National Jewish Book Award.

Martin Pollack studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte. Er arbeitet als Journalist, Schriftsteller und literarischer Übersetzer. Sein jüngstes Buch trägt den Titel Kontaminierte Landschaften. Idyllische Landschaften bergen dunkle Geheimnisse (Residenz Verlag, Februar 2014).

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache (ohne Dolmetschung) statt.
In Kooperation mit dem Polnischen Institut Wien und dem Verlag C.H. Beck.

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“Genau beobachtete Momentaufnahmen wie diese sind kleine Schätze – man wünscht sich mehr Wissenschaftler wie Marci Shore, die auf persönliche Erfahrungen zurückgreifen”
(New York Times Book Review)

Der Geschmack von Asche ist das reine Lesevergnügen. Marci Shore … schreibt äußert pointiert und verwebt dabei persönliche Erinnerungen mit intellektuellen Kommentaren und Gedanken mit Gefühlen, auch den eigenen”
(The New York Review of Books)

“Marci Shore spürt den Geistern des Kommunismus im gegenwärtigen Osteuropa nach, vor allem in Polen, Tschechien, der Slowakei und Rumänien. Sie interessiert sich für das, was Geschichte aus den Menschen und ihren Leben gemacht hat. Sie hat Menschen in Prag, Krakau, Warschau, Vilnius, Kiew, Moskau, Bukarest besucht, aber auch in der Provinz und in den jeweiligen Enklaven in New York, Jerusalem und Wien. Das Buch ist von hoher literarischer Qualität, geradezu betörend schön geschrieben. Es atmet eine tiefe Humanität, und man spürt, dass die Ich-Erzählerin eine ungewöhnlich kluge und sympathische Frau ist; sie wirkt wie ein Medium zwischen den porträtierten Menschen und dem Leser, durch das hindurch man sich sehr gut in die jeweilige Situation hineinversetzen kann, von der sie berichtet.”
(C.H. Beck)

Das Buch ist bereits in mehreren Sprachen erschienen:
Der Geschmack von Asche. Das Nachleben des Totalitarismus in Osteuropa
München: C.H. Beck, 2014.
The Taste of Ashes. The Afterlife of Totalitarianism in Eastern Europe
New York: Crown Publishers 2013
Smak popiołów, o dziedzictwie totalitaryzmu w Europie Wschodniej
Warsaw: Krytyka Polityczna 2013

 

Anmeldung erbeten
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