Perspektiven des Todes in der modernen Gesellschaft

Tuesday, 12 May 2009, 6:00pm - 7:30pm, IWM library
Cornelia Klinger
Professorin für Philosophie, Universität Tübingen; IWM Permanent Fellow
Herta Nagl-Docekal
Professorin für Philosophie, Universität Wien
Ludwig Nagl
Professor für Philosophie, Universität Wien
Moderation: Klaus NellenIWM Permanent Fellow, Managing Editor of “Transit”Perspektiven des Todes in der modernen Gesellschaft

Das invariante Faktum von Sterblichkeit und Tod ist offen für fast unendlich viele Varianten von Verhaltens- und Handlungsweisen, von Deutungen und Sinnstiftungen. Der Band versammelt Beiträge aus verschiedenen Bereichen – von Theologie und Philosophie über Sozial- und Kulturwissenschaften bis hin zur Medizin. So entsteht ein Spektrum unterschiedlicher Perspektiven auf das Phänomen des Sterbens und Tötens in der modernen Gesellschaft. Die Frage nach dem Ende des Lebens ist zugleich eine Frage nach der Grenze des Wissens und der Diskurse nach der Verfasstheit des Wissens. Das Buch leistet einen Beitrag zur Diskussion des Todesverständnisses der Gegenwart und gibt Anregungen zur Bewusstseins- und Willensbildung, zu gesellschaftlichen und individuellen Entscheidungsfindungen. Mit Beiträgen von Hubertus von Amelunxen/Dieter Appelt, Anna Bergmann, Ulrike Brunotte, Iris Därmann, Terry Eagleton, Kathleen M. Foley, Alois Hahn/Matthias Hoffmann, Hanfried Helmchen/Hans Lauter, Eberhard Jüngel, Gabriela Kiliánová, Cornelia Klinger, Oliver Krüger, Christoph Markschies, Hans-Ludwig Schreiber.

Viele Religionen – eine Vernunft? Ein Disput zu Hegel

Analysen der Gegenwart nehmen in vielfältiger Weise auf Religion Bezug. Das Themenspektrum reicht von Säkularisierung, individueller Sinnsuche, bis zu interreligiösem Dialog und dem Konfliktpotential von Religionen. Erörtert wird heute auch, ob sich normative Elemente aus den Traditionen der Weltreligionen so in die säkulare Sprache übersetzen lassen, dass dadurch der zunehmenden Entsolidarisierung der Gesellschaft entgegengewirkt werden könnte. Die Beiträge des Bandes greifen diese Problemstellungen auf, wobei es sich zunächst als unabdingbar erweist zu untersuchen, wie „Religion“ heute angemessen bestimmt werden kann, ja ob Religion unter den Bedingungen der Moderne überhaupt noch möglich ist. Da es zu den Bedingungen der Moderne gehört, Geltungsansprüche rational zu legitimieren, ist es notwendig das Verhältnis der Religion zur Vernunft zu erkunden. Die einzelnen Essays nehmen dabei Bezug auf die Hegelsche Religionsphilosophie und versuchen sie in einer kritischen Auseinandersetzung für heutige Fragestellungen fruchtbar zu machen. Mit Beiträgen von Brigitte Buchhammer, Maeve Cooke, Gerardo Cunico, Wolfgang Kaltenbacher, Klaus-M. Kodalle, Wilhelm Lütterfelds, Flavia Monceri, Ludwig Nagl, Herta Nagl-Docekal, Yahya Sergio Yahe Pallavicini, Thomas Rentsch, Erzsébet Rózsa, Pierluigi Valenza, Vincenzo Vitiello, Leonhard Weiss.