Betreuung und Pflege in fragmentierten Gesellschaften

Thursday, 3 November 2011, 6:00pm - 8:00pm

Vortrag
Reihe: “Sorge – Arbeit am guten Leben”

Die Organisation von Betreuungsarbeit – der Sorge um sowie der Betreuung und Pflege von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen – hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Institutionalisierung, Monetarisierung sowie Privatisierung sind einige Schlagwörter, mit denen diese Veränderungen beschrieben werden können. Sowohl bei jenen, die Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen, als auch bei jenen, die diese Leistungen erbringen, zeichnen sich markante Unterschiede entlang der Linien Geschlecht, soziale Klasse und ethnischer Zugehörigkeit ab.

Der Vortrag geht der Frage nach wie sich die politischen Reformen der letzten Jahre im Bereich der Kinderbetreuung einerseits und der Altenpflege andererseits auf die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, aber auch auf soziale und ethnische Fragmentierung unserer Gesellschaft ausgewirkt haben bzw. auswirken.

Erna Appelt, Professorin für Politikwissenschaft und Leiterin der Forschungsplattform Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck.

Zum Thema:
Who Cares? Pflege und Betreuung in Österreich. Eine geschlechterkritische Perspektive, hrsgg. mit Maria Heidegger, Max Preglau, und Maria Wolf, Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2010.

Kommentar: Judith Schwentner, Grüne Sprecherin für Frauen- und Entwicklungspolitik im Nationalrat.

In Zusammenarbeit mit der Grünen Bildungswerkstatt