Auratisierungen zwischen High and Low

Thursday, 1 October 2009, 6:00pm - 7:30pm, IWM library
Längst hat die Globalisierung auch den Kunstbetrieb erfasst. Dass sie einen gleichberechtigten Austausch zwischen den Kulturen vorantreibt, kann mit gutem Grund bezweifelt werden. Jedoch: Welche Rolle spielen feministische und postkoloniale Kritik heute? Wie steht es mit der feministischen Kritik an der Zentralfigur des kunsthistorischen Diskurses, dem weißen und heterosexuellen Künstler, wenn zunehmend Artefakte anderer Kulturen zur „Kunst“ deklariert und entsprechend museal inszeniert werden? Wie mit der Kritik am Eurozentrismus, wenn in westeuropäischen Hauptstädten zunehmend investiert wird in Orte der Begegnung der „Weltkulturen“ oder“ der „Weltkunst“?

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Silke Wenk ist Dekanin und Professorin für Kommunikation/Ästhetik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Publikationen:
Studien zur Visuellen Kultur, mit Sigrid Schade, Bielefeld: Transcript, 2008
Gender Memory. Repräsentationen von Gedächtnis, Erinnerung und Geschlecht, Frauen Kunst Wissenschaft, 39 (2005)

In Kooperation mit dem Renner Institut