Ach Ukraine!

Thursday, 19 January 2017, 6:00pm - 8:00pm, IWM library

Der Vortrag eröffnete die konstituierende Sitzung der Österreichisch-Ukrainischen Historikerkommission und beleuchtete die Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine aus der persönlichen Perspektive des renommierten Polenkenners.

“Mich interessieren die schwierige Beziehungen zwischen Polen und Ukrainern und die mutigen Versuche von Intellektuellen auf beiden Seiten, den offenen Dialog zwischen den Nachbarn zu fördern. Andererseits lassen nationalistische Kräfte nicht locker und versuchen alles, um die Konflikte erneut anzuheizen und negative Klischees und Vorurteile zu propagieren. Das neue Regime in Polen, aber auch Kräfte in der Ukraine scheinen auf diese Option zu setzen – und nehmen damit in Kauf, viel zu zerstören, was in mühsamer Arbeit aufgebaut wurde.”

Martin Pollack, geb. 1944 in OÖ, studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte. Er war von 1987 bis 1998 Redakteur des “Spiegel” in Warschau und Wien und lebt heute als Schriftsteller und literarischer Übersetzer in Wien und Bocksdorf im Südburgenland. 2011 erhielt er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 2012 den Stanislaw-Vincenz-Preis. Zuletzt erschien von ihm Topografie der Erinnerung (Residenz Verlag, Salzburg und Wien 2016).